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Herzchirurgie und Thoraxchirurgie / Klinik / Nachrichten / 19.09.2012

19.09.2012

Moderne Herzchirurgie wird immer spezieller und individueller

Kliniksmagazin - Ausgabe 4/2012|Seite 4 - Presselink

Prof. Torsten Doenst leitet die Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie seit Herbst 2010 Foto: Szabó
Prof. Torsten Doenst leitet die Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie seit Herbst 2010 Foto: Szabó

Herzerkrankungen sind vor allem unter älteren Menschen weit verbreitet.
Mehr als 100.000 Herzoperationen werden jährlich in Deutschland durchgeführt, auch am Universitätsklinikum Jena, wo es seit September 1999 eine Herz-chirurgie gibt. "Unsere Klinik bildet das gesamte Spektrum der Erwachsenen-Herzchirurgie ab. Das reicht von Bypass- und Herzklappenoperationen bis zu Kunstherzimplantationen, Herz- und Multiorgantransplantationen", erläutert der Direktor der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie, Prof. Dr. Torsten Doenst.

Zu den Schwerpunkten der Jenaer Herzspezialisten gehören minimal-invasive Herzklappen-operationen sowie die minimal-invasive Bypasschirurgie mit und ohne Herz-Lungen-Maschine. Ebenso sehr komplexe chirurgische Eingriffe wie Doppelt- und Dreifachklappen-operationen sowie kombinierte Mehrfachklappen- und Mehrfachbypass-OPs.

„Derartige Eingriffe sind nur an hoch spezialisierten Einrichtungen möglich“, sagt Prof. Doenst, dessen wissenschaftlicher Schwerpunkt, die chronische Herzinsuffizienz, auch ein klinischer Schwerpunkt der Jenaer Herzchirurgie ist. Die chronische Herzschwäche ist die häufigste kardiovaskuläre Erkrankung und Haupttodesursache in den Industriestaaten.
Allein in Deutschland leiden daran etwa 1,8 Millionen Menschen. Mit fortschreitender Erkrankung reduziert sich die Pumpleistung des Herzens. Dies führt zu Atemnot und einer Verringerung der Leistungsfähigkeit, im fortgeschrittenen Stadium ist die Erkrankung akut lebensbedrohlich. „Wir sind an einer europäischen Forschungsinitiative beteiligt, die die molekularen Ursachen der Herzinsuffizienz untersucht. Dabei beschäftigen wir uns vor allem mit der Frage, inwieweit Defekte des Energiestoffwechsels in den Zellen des Herzens für die Pumpschwäche verantwortlich sind. Außerdem untersuchen wir, ob durch Eingriffe in den Energiestoffwechsel die Pumpleistung des Herzens wieder verbessert werden kann. All dies ist nicht nur wissenschaftlich von Interesse, es hilft uns auch in der klinischen Tätigkeit“, erläutert Prof. Doenst, der zum Führungskreis der STICH-Studie gehört.
Diese weltweit größte herzchirurgische Studie konnte nachweisen, dass eine Bypass-operation Patienten mit einer ischämischen, das heißt durch mangelhafte Durchblutung verursachten Herzinsuffizienz einen Überlebensvorteil bringt. Bei einer Rekonstruktion der Ventrikel, der Herzkammern, so die Studie, ist dies offensichtlich nicht der Fall.

Klappenersatz oder -reparatur?

Von Klappenerkrankungen sind am häufigsten die beiden Klappen des linken Herzens, die Aorten- und die Mitralklappe, betroffen. Während die Aortenklappe, deren Funktion meist durch Stenosen (Verengungen) eingeschränkt wird, fast immer ersetzt wird, steht bei der Mitralklappe die Reparatur im Vordergrund. Mehr als 80 Prozent werden am UKJ repariert, die meisten minimal-invasiv. „Bei den Patienten mit isolierten Mitralklappenerkrankungen handelt es sich meist um jüngere Menschen, die häufig keine weiteren gesundheitlichen Probleme haben. Durch die Operation haben sie einen deutlichen Zugewinn an Lebenserwartung und -qualität“, erläutert Prof. Doenst. Patienten mit Erkrankungen der Trikuspidalklappe, die allerdings wesentlich seltener vorkommen, sind zumeist schwer krank. Entsprechend hoch ist die postoperative Sterblichkeit, die in der Literatur mit bis zu 50 Prozent angegeben wird. „An unserer Klinik liegt sie unter zehn Prozent“, sagt Torsten Doenst. Trikuspidalklappen werden fast immer repariert und nur in Ausnahmefällen ersetzt. In Jena erfolgt dies fast ausschließlich minimal-invasiv. Äußerst selten sind Erkrankungen der Pulmonalklappe, die ebenfalls ersetzt werden kann.
Bei der Aortenklappenstenose, der mit Abstand häufigsten Herzklappenerkrankung, steht der Klappenersatz eindeutig im Vordergrund. Dieser erfolgt seit etwa fünf Jahren zunehmend mittels Katheter. Eine dieser Transkatheterklappen ist die von dem Jenaer Kardiologen Prof. Figulla und seinem Leitenden Oberarzt Prof. Ferrari entwickelte „JenaValve“. „Die Klappen werden von Kardiologen und Herzchirurgen gemeinsam über die Leiste oder die Herzspitze implantiert. Der Eingriff erfolgt in einem Hybrid-OP, den wir seit einigen Jahren auch am Universitätsklinikum Jena haben“, erläutert Prof. Doenst.
Deutschland ist auf diesem Gebiet führend, über die Hälfte aller weltweit implantierten Transkatheterklappen werden hier eingesetzt. „Etwa 6.000 Klappen werden auf diese Weise jährlich implantiert, das ist ungefähr ein Drittel aller in Deutschland ersetzten Aortenklappen. Die Zahl der circa 12.000 chirurgisch ersetzten Klappen ist seither allerdings nur leicht zurückgegangen, denn Transkatheterklappen werden vor allem bei Hochrisikopatienten implantiert, die noch vor wenigen Jahren als inoperabel galten und eine sehr schlechte Prognose hatten“, sagt Prof. Doenst.

Das Team um Prof. Torsten Doenst während einer herzchirurgischen Operation  Foto: Herzchirurgie
Das Team um Prof. Torsten Doenst während einer herzchirurgischen Operation Foto: Herzchirurgie

Konsequente Umsetzung aktueller Leitlinien

Außerordentlich wichtig für den Erfolg der Arbeit der Jenaer Herzchirurgen ist die konsequente Umsetzung der aktuellen Leitlinien. „Die Patientenversorgung nach internationalen Standards und auf der Basis aktueller Daten und Empfehlungen kommt unseren Patienten unmittelbar zugute“, weiß Torsten Doenst und erläutert dies am Beispiel eines älteren Patienten. „Obwohl der Patient - 71 Jahre, schlank und sportlich - noch nicht an den typischen Symptomen Luftnot oder Herzrhythmusstörungen litt, wurde bei ihm eine Mitralklappeninsuffizienz, eine Undichtigkeit der Herzklappe zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer, diagnostiziert. Es stellte sich die Frage: Sollen wir sofort operieren oder abwarten, bis die Symptome auftreten? Da wir aus Studien wissen, dass der Patient einen Überlebensvorteil hat, wenn die Klappe schnellstmöglich repariert wird, haben wir die Operation empfohlen, die zu diesem frühen Zeitpunkt mit einem äußerst geringen Risiko verbunden ist. Der Eingriff war erfolgreich, und der Patient wird davon in den kommenden Jahren profitieren“, ist der Herzchirurg überzeugt. Selbstverständlich müssen auch die handwerklichen Fähigkeiten der Operateure höchsten Standards entsprechen.
Deshalb, so Prof. Doenst, werden auch diese kontinuierlich trainiert und weiter verbessert. Ein international einzigartiges Projekt zur Verbesserung der Versorgungsqualität und der Patientensicherheit ist das Deutsche Aortenklappenregister, zu dessen Initiatoren Prof. Figulla gehört. In dieses Register werden alle Patienten aufgenommen, die chirurgisch oder mittels Katheter mit einer Aortenklappe versorgt werden. Damit erhalten Kardiologen und Kardiochirurgen eine Fülle wertvoller Informationen zu Operationsergebnissen, postoperativen Verläufen, möglichen Problemen und vielem anderen. „Diese Zusammenarbeit bringt Kardiologen und Herzchirurgen immer enger zusammen“, ist Torsten Doenst überzeugt. „Wir haben am UKJ unsere Budgets für den Hybrid-OP zusammengelegt. Das hat den Vorteil, dass jegliches Konkurrenzdenken ausgeschaltet ist und ausschließlich nach medizinischen Gesichtspunkten entschieden wird, welche Technik zum Einsatz kommt. Unser Ziel ist eine Abteilung für kardiovaskuläre Medizin, ein Herzzentrum, in dem die Spezialisten aus der Kardiologie und der Kardiochirurgie in einem gemeinsamen Team zusammenarbeiten.“

Blutgefäße und Klappen des menschlichen Herzens
Blutgefäße und Klappen des menschlichen Herzens

Spendenbereitschaft muss weiter zunehmen

Ist die Pumpleistung so schlecht, dass auch Bypass- und Herzklappenoperationen nicht mehr helfen, besteht die Möglichkeit der Kunstherzimplantation oder einer Herztransplantation. Beides wird am UKJ auf hohem Niveau durchgeführt, und das gilt auch für Herz-Lungen- oder Multiorgantransplantationen. „Unsere Ergebnisse sind auch hier exzellent“, freut sich Prof. Doenst und hebt die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgen um Prof. Settmacher sowie den Urologen um Prof. Grimm hervor. „Insgesamt wurden im letzten Jahr zehn Herzen, sechs Lungen und ein Herz-Lungenpaket transplantiert. Unsere Transplantationswarteliste hat sich in den letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt und die Anzahl der Transplantationen ist damit auch an-gestiegen. Wir hoffen, dass der aktuelle Transplantationsskandal, der vollständig aufgeklärt werden muss und aus dem Konsequenzen gezogen werden müssen, nicht zu einer Abnahme der Spendenbereitschaft führt. Denn Organspenden retten zahlreiche Menschenleben, und deshalb benötigen wir nicht weniger, sondern mehr Organe“, sagt Prof. Doenst.

Am 27. Oktober 2012 führen die Jenaer Herzspezialisten in den Rosensälen ihren jährlichen Patiententag durch. „Dort erfährt man, was es heißt, Leben zu spenden. Ich habe vor zwei Jahren erstmals an dieser Veranstaltung teilgenommen. Ein Transplanteur sieht seine Patienten nach dem Eingriff meist nur selten, weil diese oft von anderen Kollegen und den Kardiologen nachbetreut werden. Das ist in Jena etwas anders, und dies zu erleben, ist unglaublich beeindruckend“, betont Prof. Doenst. mv

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