Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) ist längst nicht nur ein etabliertes Zentrum für minimal-invasive Herzchirurgie, sondern hat sich in den vergangenen Jahren auch zu einem internationalen Anziehungspunkt für ärztliche Weiterbildung und klinischen Austausch entwickelt. Besonders deutlich wurde dies im Jahr 2025: Mehr als 50 externe Gäste aus insgesamt 17 verschiedenen Ländern besuchten die Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie, um den sogenannten „Jena-Style“ aus nächster Nähe kennenzulernen und live im OP zu erleben.
An rund 220 von 365 Tagen – das entspricht etwa 60% des Jahres – waren internationale oder nationale Gäste vor Ort. Sie begleiteten das Jenaer Team im klinischen Alltag, hospitierten im OP und diskutierten Konzepte, Techniken und Strategien der minimal-invasiven Herzklappenchirurgie. Damit wurde der kontinuierliche Wissenstransfer zu einem festen Bestandteil des klinischen Alltags.
„Unser Ansatz basiert auf klarer Standardisierung, reproduzierbaren Techniken und einer konsequenten wissenschaftlichen Evaluation unserer Ergebnisse“, erklärt Klinikdirektor Prof. Torsten Doenst. „Dass Kolleginnen und Kollegen aus so vielen verschiedenen Ländern nach Jena kommen, zeigt, dass dieses Konzept international verstanden und geschätzt wird.“
Die Gäste reisten aus Europa, Lateinamerika, Asien, dem Nahen Osten und Afrika an. Darunter befanden sich Assistenzärztinnen und -ärzte, erfahrene Herzchirurgen, Programmleiter sowie Vertreter universitärer Herzzentren. Viele von ihnen bereiten in ihren Heimatländern den Aufbau eigener minimal-invasiver Programme vor oder möchten bestehende Strukturen weiterentwickeln.


