Chemotherapie direkt im Tumor
Die TACE ist ein etabliertes minimalinvasives Verfahren zur lokalen Behandlung von Lebertumoren, bei dem eine Kombination aus lokaler Chemotherapie und Embolisation eingesetzt wird. Ziel ist es, den Tumor gleichzeitig mit einem hochkonzentrierten Zytostatikum zu behandeln und von der Blutversorgung abzuschneiden.
Verfahren
- Durchführung durch Interventionelle Radiologie
- Über einen dünnen Katheter wird ein an kleinste Partikel gebundenes Chemotherapeutikum direkt in die tumorversorgende Leberarterie injiziert
- Anschließend erfolgt die Embolisation der Tumorkapillaren mit den Partikeln
- Dadurch entsteht eine lokale Hochdosiswirkung des Zytostatikums, kombiniert mit einem Ischämieeffekt im Tumor
- Wiederholte Anwendungen möglich im Abstand von Wochen bis Monaten
Zielgruppe – Indikationen
- Nicht resezierbare Lebertumoren, insbesondere:
- hepatozelluläres Karzinom (HCC)
- neuroendokrine Lebermetastasen
- Patienten mit:
- erhaltener Leberfunktion
- tumorfreier Pfortader
- keiner ausgeprägten extrahepatischen Metastasierung
Risiken und Nebenwirkungen
- Postembolisation-Syndrom: Fieber, Übelkeit, Schmerzen
- Vorübergehende Erhöhung der Leberwerte
- Selten: Leberinsuffizienz, Infektionen, Gallenwegskomplikationen
