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IDIR / Patienteninformation / Interdisziplinäres Prostatazentrum

Interdisziplinäres Prostatazentrum

Prof. Dr. T. Franiel
Prof. Dr. T. Franiel
Unser Prostatazentrum ist Q2- zertifiziert!

Werte Patienten,

willkommen auf den Seiten des Interdisziplinären Prostatazentrums, das die Disziplinen Radiologie und Urologie am Universitätsklinikum Jena miteinander verbindet.

Wir möchten Ihnen hier neben grundsätzlichen Informationen zum MRT der Prostata und der Biopsie sowie der Prostata-Embolisation die häufigsten Fragen beantworten und Ihnen einen Einblick in unsere wissenschaftliche Arbeit geben.

Ihr Prof. Dr. med. Tobias Franiel

MRT und Biopsie der Prostata

Das Prostatakarzinom ist der häufigste Krebs beim Mann. Hinweise auf das Vorliegen eines Prostatakrebs‘ erhält man durch die Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA). Ist dieses erhöht, ist eine Gewebeentnahme (Biopsie) notwendig. Hiermit lässt sich feststellen, ob tatsächlich ein Karzinom vorliegt oder nicht. Der PSA-Wert ist jedoch auch bei der gutartigen Vergrößerung der Prostata oder einer Entzündung erhöht. Obwohl in der Biopsie kein Karzinom gefunden wurde, kann bei hoch bleibendem oder steigendem PSA-Wert daher eine große Unsicherheit bezüglich des Vorhandenseins eines Karzinoms entstehen. Denn Prostatakarzinome liegen in bis zu 20 Prozent der Fälle auch in der zentralen Drüse oder sehr weit vorne in der Prostata. Diese Areale sind für die Biopsie schlecht erreichbar. Die Magnetresonanztomographie (MRT) der Prostata ist in solchen Fällen hilfreich, da sie das beste bildgebende Verfahren für die Untersuchung der Prostata darstellt. Sollten im MRT tumorverdächtige Areale gefunden werden, können diese an einem zweiten Termin gezielt im MRT biopsiert werden.

Aber auch Patienten mit bereits entdecktem Prostatakarzinom profitieren von der MRT. Die Beurteilung der Karzinomausdehnung im MRT im Rahmen des Staging hilft bei einem durch eine Gewebeprobe bereits gesicherten Karzinom, die optimale Therapie auszuwählen.

Die besondere Herausforderung bei der Bildgebung der Prostata durch die Magnetresonanztomographie besteht darin, dass ein im Vergleich zu anderen Organen eher kleines Organ sehr genau dargestellt werden muss. Daher kommt es häufig zu einer im Vergleich zum Ultraschall längeren Untersuchungszeit. Dafür lassen sich allerdings viele Fragen des Urologen besser mit der MRT als mit dem Ultraschall klären.

 

Sehen Sie hier das neuste Interview mit Prof. T. Franiel: NDR: Visite - Prostatakrebs: Kein Abtasten mehr bei der Früherkennung (ausgestrahlt am 30.09.2025) 

Sehen Sie hier ein Kurzinterview mit Prof. T. Franiel auf dem Deutschen Röntgenkongress in Leipzig 2018 zum Thema PIRADS:

   PIRADS: Kurzinterview Prof. Franiel

 

Die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Prostata-MRT können Sie in dem aktuell erschienen Artikel "MRT der Prostata: Empfehlungen zur Vorbereitung und Durchführung", in unserem Übersichtsartikel in der Zeitschrift Der Radiologie von 2014 und im Artikel "Bildgebung der Prostata - Ein Update" aus dem Jahr 2015 nachlesen. In unserem Patientenflyer finden Sie zusätzlich Informationen rund um das Prostata-MRT kompakt für Sie zusammen gestellt.

Zur Einsichtnahme hier das Zertifikat von Herrn Prof. T. Franiel: Q2 mpMRT der Prostata

 

Sylke Grau
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie,
Patientenkoordinatorin
Am Klinikum 1
07747 Jena

Telefon: +49 3641 9-324808
Fax: +49 3641 9-324802

Häufige Fragen

  1. Für welche Patienten ist eine MRT der Prostata sinnvoll?
  2. Gibt es Alternativen zur MRT?
  3. Was Sie vor der MRT-Untersuchung beachten sollten
  4. Wie läuft die Untersuchung ab?
  5. Ist die Untersuchung schmerzhaft oder gibt es Risiken?
  6. Wann kann ich auf keinen Fall eine MRT bekommen?
  7. Wie geht es nach der MRT Untersuchung weiter?
  8. Für welche Patienten ist eine MRT der Prostata sinnvoll?

 

Die MRT der Prostata ist für Patienten mit V.a. ein Prostatakarzinom und für Patienten mit bereits gesichertem Prostatakarzinom sinnvoll.

  1. Gibt es Alternativen zur MRT?

Die MRT ist die beste bildgebende Methode zur Untersuchung der Prostata. Eine mögliche Alternative ist die Ultraschall Untersuchung, die aber aufgrund des niedrigeren Weichteilkontrastes ungenauer ist. Aus diesem Grund verwendet der Urologe den Ultraschall nur orientierend, tastet die Prostata zusätzlich mit dem Finger ab und bestimmt den PSA Wert im Blut. Die MRT ersetzt dabei nicht die urologische Untersuchung. Sie ist vielmehr eine zusätzliche Untersuchung, die viele offene Fragen klären kann.

  1. Was Sie vor der MRT-Untersuchung beachten sollten

Wir benötigen einen Krankenhaus-Einweisungsschein (Verordnung von Krankenhausbehandlung) mit dem Hinweis, dass bei Ihnen der Verdacht auf ein Prostatakarzinom besteht. Dieser sollte vom Urologen ausgestellt werden. In Ausnahmefällen akzeptieren wir auch einen Krankenhaus-Einweisungsschein von Ihrem Hausarzt. Bitte schicken Sie den Krankenhaus-Einweisungsschein zusammen mit dem aktuellen Blutwerten Kreatinin und PSA vorab an unser Patientenmanagement z.Hd. Frau Meister.

Um ein optimales Ergebnis in der MRT erhalten zu können, bekommen unsere Patienten vor der Untersuchung das Medikament Buscopan intravenös verabreicht, um die natürlichen Darmbewegungen zu beruhigen. Da Sie nach der Medikamentengabe nicht scharf sehen können, dürfen Sie nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Daher dürfen Sie nach der Untersuchung nicht selber mit dem Auto fahren. Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, sprechen Sie uns bitte bei der Terminvergabe darauf an.

Während der Untersuchung im MRT wird Ihnen ein Kontrastmittel gespritzt. Dieses ist generell sehr gut verträglich. Sollten Allergien/Unverträglichkeiten bekannt sein, informieren Sie uns bitte umgehend vorab.

Hatten Sie bereits Voruntersuchungen (PSA-Werte, MRT der Prostata oder ein histologischen Ergebnis nach einer Prostatabiopsie), bitten wir Sie, uns die schriftlichen Befunde vorab zu übermitteln.

  1. Wie läuft die Untersuchung ab?

Nach der Anmeldung werden sie als erstes gebeten, einen Aufklärungsbogen aufmerksam zu lesen und die darin aufgeführten Fragen zu beantworten. Hiernach folgt ein Gespräch mit einem Arzt, mit dem Sie alle offenen Fragen besprechen können. Bevor Sie in den Untersuchungsraum eintreten, sollten alle metallischen Gegenstände (Ketten, Uhren etc.) von Ihrem Körper entfernt werden.

Sie werden mit den Füßen zuerst im MRT gelagert, so dass der Kopf außerhalb des Gerätes bleibt. Während der Untersuchung werden Sie pochende und klopfende Geräusche hören. Zum Gehörschutz bekommen Sie von uns Kopfhörer. Über ein Mikrophon können sie mit unseren Mitarbeitern sprechen. Die gesamte Untersuchung wird ca. 45 min dauern.

  1. Ist die Untersuchung schmerzhaft oder gibt es Risiken?


Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft. Spezielle Risiken bestehen ebenfalls nicht. Natürlich sollten Patienten mit einem Herzschrittmacher nicht im MRT untersucht werden. Es gibt zwar bereits MRT kompatible Herzschrittmacher, so dass in Einzelfällen nach Rücksprache mit den behandelnden Ärzten eine Untersuchung trotzdem möglich wäre. Dies sollte aber auf jeden Fall durch einen unserer Spezialisten vorab geklärt werden, da dies unter Umständen lebensbedrohlich werden kann.
Haben Sie Metallteile im Körper, so bitten wir Sie dies uns vorab mitzuteilen. Hier muss vorab geklärt werden, ob ein MRT überhaupt möglich ist. Außerdem muss geklärt werden, und an welchem MRT-Gerät die Untersuchung durchgeführt werden kann, da unsere MRT-Geräte für Implantate oder Metallteile nicht gleichgut geeignet sind.

Diese und andere spezifische Besonderheiten werden im Rahmen des routinemäßigen Aufklärungsgesprächs geklärt.

  1. Wann kann ich auf keinen Fall eine MRT bekommen?

Patienten mit einem für das MRT nicht kompatiblen Herzschrittmacher dürfen nicht im MRT untersucht werden. Ähnliches kann für andere lebenswichtige oder lebenserleichternde sensible Geräte gelten. Die Eignung für eine MRT Untersuchung kann in Rücksprache mit dem Hersteller abgeklärt werden.

  1. Wie geht es nach der MRT Untersuchung weiter?

Dies kommt auf die Fragestellung an. Eine häufige Frage an uns ist, ob tumorsuspekte Areale vorliegen. Liegen diese vor, so sollten dies auch mit einer gezielten MRT-gestützten Biopsie abgeklärt werden. Das durch die Biopsie gewonnene Gewebe wird im Anschluss histologisch aufbereitet und gibt Auskunft darüber, ob ein Prostatakarzinom vorliegt oder nicht. Liegen keine tumorsuspekten Areale vor, sollte das weitere Vorgehen zusammen mit ihrem behandelnden Urologen besprochen werden.

Eine andere häufige Frage an uns betrifft die Tumorausdehnung bei einem bereits sicher vorliegenden Prostatakarzinom. Hiervon hängt entscheidend das weitere therapeutische Vorgehen ab. Die Frage des weiteren Vorgehens sollte ebenfalls zumindest mit einem Urologen besprochen werden. Am Universitätsklinikum Jena haben wir die Besonderheit, dass für jeden Patienten im Rahmen einer interdisziplinären Tumorkonferenz der Urologie, Radiologie, Strahlentherapie und Onkologie das für den Patienten optimale Vorgehen besprochen wird. In einem darauf folgenden, individuell mit dem Patienten geführten Gespräch wird dieses Vorgehen unter Berücksichtigung der Präferenzen und Wünsche des Patienten dann festgelegt.

War Ihre Frage nicht dabei? Dann kontaktieren Sie uns bitte.

 

Wissenschaft

Studien

Die Weiterentwicklung der MRT der Prostata ist uns ein großes Anliegen. Aktuell führen wir an unserem Institut mehrere wissenschaftliche Studien durch. Für weitere Auskünfte stehen Ihnen unsere Mitarbeiterinnen des radiologischen Studiensekretariats gern zur Verfügung.

 

Publikationen

Zudem hat unsere bisherige wissenschaftliche Arbeit bereits zu einer Reihe wissenschaftlichen Publikationen geführt, die Einzug in unsere tägliche Arbeit gefunden haben.

Eine Auswahl unserer finden Sie hier:

Übersichtsartikel

  • Prostate Imaging - An Update
    Franiel T, Asbach P, Teichgräber U, Hamm B, Foller S. 
    Rofo. 2015 Sep;187(9):751-9. doi: 10.1055/s-0035-1553162. Epub 2015 Jun 26. Review.
  • MRT zum Nachweis des Prostatakarzinoms 
    Franiel T, Grimm MO, Teichgräber U
     Ärzteblatt Thüringen. 2015 Apr;4(26):213-215
  • [Prostate cancer.]

Prostatakrebs (PDF-Artikel in deutsch)
Franiel T, Eckardt N, Waginger M, Horstmann M.. Epub
Radiologe. 2014 Feb 28. [Epub ahead of print] German Dec .

  • [Multiparametric magnetic resonance imaging of the prostate - technique and clinical applications]. 
    Franiel T 
    Rofo. 2011 Jul;183(7):607-17. doi: 10.1055/s-0029-1246055. Epub 2011 Apr 12. Review. German.
  •  Dynamic contrast-enhanced magnetic resonance imaging and pharmacokinetic models in prostate cancer.  Franiel T, Hamm B, Hricak H. Eur Radiol. 2011 Mar;21(3):616-26. doi: 10.1007/s00330-010-2037-7. Epub 2010 Dec 24. Review.

Originalartikel

  • T2 Mapping in Prostate Cancer.

    Mai J, Abubrig M, Lehmann T, Hilbert T, Weiland E, Grimm MO, Teichgräber U, Franiel T. Invest Radiol. 2019 Mar;54(3):146-152. doi: 10.1097/RLI.0000000000000520. PMID: 30394962

  • mpMRI of the Prostate (MR-Prostatography): Updated Recommendations of the DRG and BDR on Patient Preparation and Scanning Protocol.

    Franiel T, Asbach P, Beyersdorff D, Blondin D, Kaufmann S, Mueller-Lisse UG, Quentin M, Rödel S, Röthke M, Schlemmer HP, Schimmöller L; Vorstand der Deutschen Röntgengesellschaft e. V. (DRG); Vorstand des Berufsverbandes der Deutschen Radiologen (BDR). Rofo. 2021 Jul;193(7):763-777. doi: 10.1055/a-1406-8477. Epub 2021 Mar 18. PMID: 33735931 Free article. English, German.

  •  Prostatadiagnostik nach PI-RADS 2.0. Franiel T, Röthke M. Radiologe. 2017 Aug;57(8):665-678. doi: 10.1007/s00117-017-0269-0.
  •  MRI fo the Prostate: Recommendations on Patients preparation and Scanning Protokol. Franiel T, Quentin M, Mueller-Lisse UG, Schimmoeller L, Asbach P, Rödel S, Willimek W, Hueper K, Beversdorff D, Röthke M. RoFo 2017 Jan 189(1)21-28.doi:10.l. 2016 Apr;85(4):726-31. doi: 10.1055/s-0042-119451. Epub 2016 Dec 21.
  • Assessment of PI-RADS v2 for the Detection of Prostate Cancer Kasel-Seibert M, Lehmann T, Aschenbach R, Guettler FV, Abubrig M, Grimm MO, Teichgräber U, Franiel T. Eur J Radiol. 2016 Apr;85(4):726-31. doi: 10.1016/j.ejrad.2016.01.011. Epub 2016 Jan 19.
  • .The value of ADC, T2 signal intensity, and a combination of both parameters to assess Gleason score and primary Gleason grades in patients with known prostate cancer Nowak J, Malzahn U, Baur AD, Reichelt U, Franiel T, Hamm B, Durmus T. Acta Radiol. 2016 Jan; 57(1):107-14.doi: 10.1177/0284185114561915. Epub 2014 Dec 12.
  • MRI-guided core needle biopsy of the prostate: acceptance and side effects Egbers N, Schwenke C, Maxeiner A, Teichgräber U, Franiel T. Diagn Interv Radiol. 2015 May-Jun;21(3):215-21. doi: 10.5152/dir.2014.14372.
  •  Evaluation of the prostate imaging reporting and data system for the detection of prostate cancer by the results of targeted biopsy of the prostate.  Baur AD, Maxeiner A, Franiel T, Kilic E, Huppertz A, Schwenke C, Hamm B, Durmus T.

 Invest Radiol. 2014 Jun;49(6):411-20. doi: 10.1097/RLI.0000000000000030.

  • Role of endorectal prostate MRI in patients with initial suspicion of prostate cancer.  Franiel T, Vargas HA, Mazaheri Y, Böhmer S, Hricak H, Akin O, Beyersdorff D. Rofo. 2013 Oct;185(10):967-74.

 

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Universitätsklinikum Jena

Standort Lobeda

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Zufahrtsstraße "Am Klinikum"

07747 Jena

Bitte folgen Sie der grünen Leitlinie ab dem Haupteingang zur "Anmeldung MRT" im Untergeschoss des Gebäudes C2.

Prostata Arterien Embolisation (PAE)

Allgemeine Informationen zur gutartigen Vergrößerung der Prostata

Die gutartige Vergrößerung der Prostata (Benigne Prostatahyperplasie - BPH) ist eine häufige Erkrankung des älteren Mannes. Folge dieser Vergrößerung können Beschwerden beim Wasserlassen sein. Typische Beschwerden sind häufiger Harndrang am Tag und in der Nacht, Harnstottern (mehrmaliges Aufhören und Starten), Gefühl der unvollständigen Entleerung der Harnblase, schwacher Harnstrahl und Schwierigkeiten, mit dem Wasserlassen zu beginnen. Beeinträchtigen die Beschwerden das Leben übermäßig stark, so sollte zuerst eine medikamentöse Therapie bei Ihrem Urologen eingeleitet werden. Sollte die medikamentöse Therapie nicht den erwünschten Effekt haben, gibt es eine Reihe von mehr oder weniger invasiven Verfahren. Ein wenig invasives Verfahren ist die Embolisation der Prostata. Dieses neue hoch innovative Verfahren stellt eine Alternative zu den urologischen Verfahren wie zum Beispiel die transurethrale Resektion der Prostata (TURP) dar.

Was versteht man unter "Embolisation der Prostata"?

Unter einer Embolisation der Prostata versteht man den Verschluss / Verödung der die Prostata versorgenden Gefäße (Prostataarterien). Infolge dieses Verschlusses schrumpft die Prostata und die Beschwerden lassen nach. Um die Prostataarterien zu embolisieren, wird als erstes in lokaler Betäubung die Leistenarterie punktiert und eine sogenannte Schleuse eingelegt. Hierüber wird ein sehr kleiner Mikrokatheter (Durchmesser: 0,7 mm) eingeführt, welcher unter Röntgendurchleuchtung bis in das die Prostata versorgende Gefäß (Prostataarterie) geführt wird. Bei sicherer Lage des Katheters in der Prostataarterie erfolgt die Embolisation mit Mikrokügelchen (Microspheren) der Größe 250 400µm. Da jeder Mensch eine rechte und eine linke Prostataarterie besitzt, wird in der gleichen Sitzung auch die jeweils andere Prostataarterie embolisiert. Dieser minimal-invasive Eingriff wird in örtlicher Betäubung ohne Vollnarkose durchgeführt. Während des gesamten mikrotherpeutischen Eingriffs sind unsere Patienten bei vollem Bewusstsein, dass heißt es besteht kein Narkoserisiko. Während und nach dem Eingriff treten im Allgemeinen keine oder nur sehr geringe Schmerzen auf, so dass unsere Patienten nur bei Bedarf Schmerzmittel erhalten.

Das genaue Vorgehen erklärt Herr Prof. Dr. med. Tobias Franiel mit einfachen Worten in einem Video zur PAE

Anfragen zur Prostata-Arterien-Embolisation
Mail:

Wissenschaft

Bei Interesse können Sie unsere neuesten wissenschaftlichen Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Prostata-Arterien-Embolisation (PAE) in dem aktuell erschienen Artikel Prostataarterienembolisation: Indikation, Technik und klinische Ergebnisse bzw. Prostate Artery Embolization: Indication, Technique and Clinical Results. der Zeitschrift RöFo oder Prostatic Artery Embolization with 250-μm Spherical Polyzene-Coated Hydrogel Microspheres for Lower Urinary Tract Symptoms with Follow-up MR Imaging. im Journal of Vascular and Inerventional Radiology nachlesen.

Außerdem finden Sie hier aktuelle Literatur zum Thema Prostataembolisation.

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Bitte folgen Sie der grünen Leitlinie ab dem Haupteingang zur "Anmeldung MRT" im Untergeschoss des Gebäudes C2.

Häufige Fragen

  1. Handelt es sich bei der Embolisation der Prostata um ein etabliertes Verfahren?
  2. Für wen ist dieses Verfahren geeignet?
  3. Wie lange dauert der Krankenhausaufenthalt?
  4. Welche Untersuchungen müssen vor dem Eingriff durchgeführt werden?
  5. Hat die Therapie Nebenwirkungen?
  6. Gibt es Langzeitergebnisse?

 1. Handelt es sich bei der Embolisation der Prostata um ein etabliertes Verfahren?

Die Gesellschaft für interventionelle Radiologie beschreibt die Embolisation der Prostata als neues Therapieverfahren, welches sicher und effizient die Beschwerden beim Wasserlassen beseitigen kann (1). Da dieses Verfahren für die Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung noch neu ist, liegen bisher noch keine Langzeitergebnisse vor. In Jena bieten wir dieses Verfahren seit 2012 als eines der ersten Kliniken in Deutschland an. Weitere Kliniken, die die Prostataarterien-Embolisation regelmäßig angewendet haben sind beispielsweise das St. Louis Hospital in Lissabon, Portugal (unter der Leitung von Prof. Pisco) und das Universitätsklinikum in São Paulo, Brasilien (unter der Leitung von Prof. Carnevale).

Die von uns verwendeten Mikrokügelchen sind ein CE gekennzeichnetes Produkt für die Embolisation von gut durchbluteten Tumoren und entsprechen somit den geltenden Anforderungen der EU-Verordnung für Medizinprodukte. Zu den gut durchbluteten (gutartigen) Tumoren zählt auch die gutartige Vergrößerung der Prostata.

 2. Für wen ist dieses Verfahren geeignet?

Dieses Verfahren ist für alle Patienten mit Beschwerden beim Wasserlassen aufgrund einer vergrößerten Prostata geeignet. Wichtig ist, dass eine medikamentöse Therapie der Beschwerden seit mindestens 6 Monaten nicht den erwünschten Effekt erzielte. Nicht geeignet ist dieses Verfahren für Patienten mit einem Prostatakarzinom, großen Blasendivertikeln (Ausstülpungen der Blase), gestauten Nieren, chronischer Niereninsuffizienz, akuter Prostata- oder Harnwegsinfekte und unzureichend eingestellter Gerinnungsparameter.

 3. Ist die Behandlung mit einem Krankenhausaufenthalt verbunden?

Die Behandlung wird meist stationär durchgeführt.

 4. Welche Untersuchungen müssen vor dem Eingriff durchgeführt werden?

Vor einer stationären Aufnahme sollte ein Prostatakarzinom ausgeschlossen werden. Hierfür wird der Serum PSA Wert (Prostata spezifisches Antigen) bestimmt. Um den Ausprägungsgrad der Erkrankung abschätzen zu können, benötigen wir das mit Hilfe des Ultraschalls bestimmte Restharnvolumen und den maximalen Harnfluss. Alle diese Untersuchungen können bei ihrem Urologen durchgeführt werden. Zusätzlich werden ihnen von unserer Anmeldung noch Fragebögen zugesendet, die sie bitte vollständig ausgefüllt an uns zurücksenden.

 5. Hat die Therapie Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen werden äußerst selten beobachtet. Gelegentlich kann es nach der Embolisation zu Missempfindungen beim Wasserlassen und häufiger Harndrang kommen. Diese Symptome werden nach ca. 1 bis 2 Wochen wieder nachlassen. Da die Prostata nach der Embolisation kurzfristig nochmal anschwellen kann, wird der Blasenkatheter erst kurz vor ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus entfernt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass sie die schmerz- und entzündungslindernden Medikamente und auch das Antibiotikum wie verordnet einnehmen. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Infektionen der Harnwege, Blut im Urin und im Sperma.

 6. Gibt es Langzeitergebnisse?

Für diese noch recht junge Methode konnte für eine Nachbeobachtungszeit von 6 bis 24 Monaten gezeigt werden, dass der klinische Therapieerfolg nach einer Embolisation der Prostata mit dem klinischen Erfolg nach dem Standardoperationsverfahren (TURP) vergleichbar ist (2). In der bisher größten, veröffentlichten Studie mit 255 Patienten war keiner der embolisierten Patienten nach der Therapie impotent oder zeigte eine retrograde Ejakulation (3). In 97,9% der Fälle konnte die Embolisation technisch erfolgreich durchgeführt werden. Und bei nur einem Patienten gab es eine größere Komplikation eines umschriebenen Untergangs von Harnblasengewebe, welches durch einen kleinen urologischen Eingriff beseitigt werden konnte.

 

 War Ihre Frage nicht dabei? Dann nehmen Sie zu uns Kontakt auf.

     

 

 

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