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Neurologie / Sektion Translationale Neuroimmunologie / Projekte & Förderprogramme

Projekte & Drittmittelförderung

Sämtliche Projekte in unserer Sektion werden über externe Drittmittel gefördert. Hier finden Sie eine Übersicht über die aktuell laufenden Förderprogramme der Sektion Neuroimmunologie:

Schilling-Professur & Forschungsgruppe

Die Hermann und Lilly Schilling-Stiftung fördert seit 2019 die Einrichtung einer Forschungsgruppe für translationale Neurowissenschaften an der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Jena (UKJ). Die Gruppe widmet sich der Erforschung sowohl der zellulären Prozesse von immunvermittelten Erkrankungen des Nervensystems als auch neuen Ansätzen in der Diagnostik und Therapie dieser Erkrankungen. Die Schilling Forschungsgruppe bildet das Grundgerüst der translationalen Forschung in der Sektion für Translationale Neuroimmunologie.

Die Pressemitteilung des UKJ vom 06.06.2019 finden sie HIER.

DFG | Forschungsgruppe 3004: Pathophysiologie autoimmuner Enzephalitiden – SYNABS

Forschergruppe 3004: Pathophysiologie autoimmuner Enzephalitiden – SYNABS

Die Initiative einer DFG Forschungsgruppe ‚Pathophysiologie autoimmuner Enzephalitiden (SYNABS) vereint klinische Forscher auf dem Gebiet Antikörper-vermittelter Erkrankungen mit Grundlagenwissenschaftlern auf den Gebieten der Neurophysiologie, Neurobiologie und Neuroimmunologie, um gemeinsam Antikörper-vermittelte ZNS-Erkrankungen zu erforschen. Ziel von SYNABS ist es, die Pathophysiologie autoimmuner Enzephalitiden aufzuklären, bei der Autoantikörper gegen synaptische Proteine gerichtet sind. Wir werden hierzu neueste Methoden und Technologien einsetzen. Dazu zählen passiv-Transfer Tiermodelle, spontane Maus- und Katzenmodelle, Tiermodelle nach aktiver Immunisierung, humane Zellpräparationen, sowie komplexe elektrophysiologische Methoden, super-resolution Mikroskopie und engineering menschlicher Antikörper. Als proof-of-concept wird die humane Immun- und Neuropathologie in Autopsiematerial von Patienten aufgeklärt. Wir werden uns auf die wichtigsten und häufigsten Zielproteine fokussieren und streben an, ziel- und gewebespezifische therapeutische Verfahren in Tiermodellen zu entwickeln, die in der Folge dann bei Patienten eingesetzt werden sollen. Web: SYNABS (FOR3004) Homepage


Sachbeihilfe: Analyse humoraler Antikörperaktivität gegen die GluN1 Untereinheit des NMDA-Rezeptor mittels super-resoultion Fluoreszenzmikroskopie

Die GluN1 Untereinheit des NMDA Rezeptors (NMDAR) ist das Zielepitop für pathogene Autoantikörper, die die NMDAR Enzephalitis verursachen. In Vorarbeiten haben wir hochauflösende Bildgebungstechniken und Analyseverfahren etabliert, um Rezeptoren in primären Neuronen und in Gehirnschnitten zu detektieren und zu lokalisieren. Mit diesen Bildgebungsverfahren und Elektrophysiologie konnten wir belegen, dass GluN1 Autoantikörper von Patienten mit NMDAR Enzephalitis die Expression von NMDAR reduzieren und NMDAR vermittelte Ströme vermindern. Die Spezifität dieser Befunde wurde durch Verwendung von monoklonalen humanen GluN1 Antikörpern untermauert. In ersten Pilotstudien konnten wir erfolgreich eine bioorthogonale Markierungsmethode von GluN1 Untereinheiten in HEK 293 Zellen mittels Insertion unnatürlicher Aminosäuren und Click-Chemie etablieren. In einem neu etablierten Mausmodell mit intraventrikulärer Applikation pathogener Antikörper fanden wir die Reduktion membrangebundener NMDAR sowie eine gestörte synaptische Plastizität im Hippocampus und eine beeinträchtigte Gedächtnisleistung. Wir planen nun (i) mit weiterentwickelten experimentellen Methoden krankheitsrelevante Prozesse der Antikörper-Rezeptor Interaktion darzustellen und (ii) die Autoantikörper-induzierten gestörten Signalwege der synaptischen Plastizität zu entschlüsseln um spezifische Therapieansätze zu identifizieren.

BMBF | C-I-R-C, CONNECT-GENERATE & ERA-NET NEURON AutoScale

 
 

C-I-R-C

Die Initiative Center for Intervention and Research on adaptive and maladaptive brain Circuits underlying mental health (C-I-R-C) besteht aus einem mehr als 60-köpfigen Expertenteam aus acht verschiedenen Institutionen in Jena, Magdeburg und Halle und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert, um den Aufbau eines Standortes des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit in Mitteldeutschland voranzutreiben.

Neben Jena, Magdeburg und Halle werden die Standorte München, Berlin, Mannheim, Tübingen und Bochum das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit bilden. Es werde Mitte 2022 seine Arbeit aufnehmen und durch eine Bund-Länder-Finanzierung dauerhaft gefördert.

Weitere Details zu C-I-R-C finden Sie hier.


CONNECT-GENERATE

Der Forschungsverbund CONNECT-GENERATE wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und ist Teil der „translationsorientierten Verbundvorhaben im Bereich der Seltenen Erkrankungen“.

Das Ziel dieses Verbundes ist es, die Diagnostik und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit autoimmunen Enzephalitiden zu verbessern. Dazu soll das nationale Register ausgebaut werden. Zudem ist geplant, die nationalen und internationalen Biomaterialbanken zu vernetzen und Forschungsprojekte bezüglich der genetischen Ursachen, der Nutzung bildgebender Verfahren für die Diagnostik, der immunologischen Grundlagen sowie molekularer Wechselwirkungen durchzuführen. Die Wirksamkeit von zellspezifischen Therapeutika wird in einer klinischen Studie getestet.

Im Rahmen des CONNECT-GENERATE Forschungsverbundes untersuchen wir pathophysiologisch relevante Netzwerkmechanismen in einem passiv-Transfer-Tiermodell der NMDAR Enzephalitis. Hierzu setzen wir elektrophysiologische und mikroskopische Analysen ein.

Im CONNECT-GENERATE Verbund wird auch die prospektive Plazebo-kontrollierte, doppelblinde und multizentrische Studie "GENERATE-BOOST" gefördert. GENERATE-BOOST ist ein sog. Investigator-Initiated Trial (IIT) nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) und hat das Ziel, die Sicherheit und Effektivität einer Therapie mit dem Proteasom-Inhibitors Bortezomib bei Patienten mit schwerwiegender autoimmuner Enzephalitis zu überprüfen. Patienten mit schwerer autoimmuner Enzephalitis werden zumeist mit Plasmaphereseverfahren und Kortisonpräparaten (sogenannte "first-line" Therapie) und B-Zell-Depletion mit Rituximab und/oder Cyclophosphamid (sogenannte "second-line" Therapie) therapiert. Trotzdem ist das Therapieansprechen oft verzögert, was wahrscheinlich dadurch begründet ist, dass die Antikörper-produzierenden Plasmazellen durch diese Therapie nicht beeinflusst werden. Bortezomib ist ein Proteasom-Inhibitor und wirkt deshalb bevorzugt auf Zellen mit hoher Proteinsynthese (vor allem Plasmazellen) und führt in diesen Zellen zum Zelltod. In einer ersten kleinen Fallserie wurde das therapeutische Potenzial von Bortezomib bei schwerwiegenden und therapierefraktären Fällen von NMDAR-Enzephalitis beschrieben. GENERATE-BOOST ist die erste kontrollierte, prospektive Therapiestudie in der Indikation schwerer autoimmuner Enzephalitiden weltweit.

Die Studie wird aus Jena mit Hilfe des Zentrums für Klinische Studien (ZKS Jena) und Prof. C. Geis als Leiter der klinischen Prüfung koordiniert. Folgende Prüfzentren aus dem GENERATE Verbund sind an der Studie beteiligt:

  • Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • Katholisches Klinikum Bochum
  • Universitätsmedizin Göttingen
  • Medizinische Hochschule Hannover
  • Universitätsklinikum Jena
  • Universitätsklinikum Schlewsig-Holstein, Campus Kiel
  • Universitätsklinikum Leipzig
  • Universitätsmedizin Mainz
  • Universitätsklinikum Münster
  • LMU Klinikum, München
  • Universitätsklinik Ulm
  • Universitätsklinikum Würzburg
  • Universitätsklinikum Frankfurt
  • Universitätsklinikum Düsseldorf
  • Universitätsmedizin Greifswald
  • Universitätsklinikum Erlangen
  • Universitätsklinikum Essen

Hier finden Sie weitere Fachinformationen zur Studie.

Hier finden Sie als Patient weitere Informationen.


IZKF | Nachwuchsbildung

Das IZKF ist eine Einrichtung der Medizinischen Fakultät zur Förderung der klinischen Forschung an der Fakultät. Es vernetzt Grundlagenforschung mit klinisch angewandter Forschung und fördert die medizinisch-wissenschaftliche Nachwuchsbildung.


In Rahmen einer systematischen Förderungs- und Karriereentwicklungsstruktur bietet das IZKF wissenschaftlich tätigen Ärztinnen und Ärzten über Nachwuchsförderprogramme einen verlässlichen und sichtbaren Karriereweg an:

 

Promotionsstipendien

André-Michel Knippenberg
Thema: "Einfluss von ASOs auf das mononukleär-phagozytäre System in der SAE"

Paula Tomasini
Thema: "Die Rolle von Secreted Phosphoprotein 1 bei der Vermittlung der Sepsis-assoziierten Enzephalopathie”

Dan Woldeyesus
Thema: "Die Rolle von Border-assoziierten Makrophagen bei der Vermittlung der Sepsis-assoziierten Enzephalopathie"

 

(Advanced) Clinician Scientist-Program ab 2024/2025

Jonathan Wickel (ACSP)
Thema "Einfluss von Antisense-Oligonukleotiden auf die Mikroglia-vermittelte Sepsis-assoziierte Enzephalopathie"

Benjamin Vlad (CSP)
Thema: "Etablierung eines präklinischen NMDAR-E Modells mittels aktiver Immunisierung mit Prüfung der therapeutischen Wirksamkeit von bisprezifischen Antikörpern"

Jan Hartung (CSP)
Thema "Cellular and circuit mechanisms underlying brain-wide functional hypoconnectivity in anti-NMDA receptor encephalitis"


Das IZKF fördert außerdem auch die Karriere von nicht-ärztlichen Wisschenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Medizin durch spezielle Förderprogramme:

Medical Scientist-Programm 2025

Dr. rer. nat. Josefine Sell
Thema: "Pathophysiological effects of human autoantibodies against the structural protein Caspr2 in the central nervous system"


Ältere und abgelaufene Förderungen:

Promotionsstipendien

Meike Schwarzbrunn
Thema: "Hemmung des Komplementfaktors C1q und dessen Auswirkung auf die neurokognitiven Defizite in der Sepsis-assoziierten Enzephalopathie"

Nikolai von Stackelberg
Thema: "Die Rolle von TREM2 in der Sepsis-assoziierten Enzephalopathie"

Nils Mein
Thema: "Einfluss der pharmakologischen Mikrogliareduktion auf die neurokognitiven Defizite in der akuten Phase der Sepsis-assoziierten Enzephalopathie"

 

(Advanced) Clinician Scientist-Program seit 2019 inkl. OrganAge

Dr. med. Mihai Ceanga
Thema: "Network mechanisms of epileptogenesis in NMDA receptor encephalitis."

Dr. med. Milan Stojiljkovic
Thema: "Creating an active immunization model of LGI1 encephalitis"

Dr. med. Jonathan Wickel
Thema: "Rolle der Mikroglia in der Pathophysiologie der Sepsis-assoziierten Enzephalopathie"

Dr. med. Carolin Baade-Büttner
Thema: "Untersuchung der zerebellären Dysfunktion hervorgerufen durch humane anti-DNER-Antikörper im Mausmodell"

Dr. med. Ha-Yeun Chung
Thema: „Rolle der Mikroglia-Proliferation und der Monozyten-Infiltration als Ursache der Mikrogliose in der Sepsis-assoziierten Enzephalpopathie“

 

Advanced Medical Scientist-Programm 2019

Dr. rer. nat. Holger Haselmann
Thema: "Epileptic seizures and synaptic network dysfunctions in autoimmune encephalitis"

Weitere Nachwuchsförderung

Graduierten-Stipendium der Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung

Fördermittelempfänger: Dr. rer. nat. Holger Haselmann

Fördermittelgeber: Novartis-Stiftung

 

IMPULSEproject 2021

Fördermittelempfänger: Dr. rer. nat. Nina Hahn

Fördermittelgeber: FSU Jena

Inhalt: Förderprogramm für Nachwuchswissenschaftler/innen zur Einwerbung eigener Drittmittel

Projektvorhaben: SepMap - Unraveling the Murine Transriptome of Sepsis-Associated Encephalopathy

Laufzeit: 01.01.2022 bis 31.12.2022

EFRE | lattice-SIM super-resolution Mikroskop

Vorhabenskurzbeschreibung:

lattice-SIM super-resolution Mikroskop zur hochaufgelösten intravitalen Bildgebung

 

Beschreibung des Vorhabens:

Das Ziel des hier beantragten Vorhabens ist die Beschaffung eines lattice-SIM super-resolution Mikroskops zur Untersuchung physiologischer, pathophysiologischer sowie therapeutischer Mechanismen auf zellulärer und subzellulärer Ebene in lebenden Zellen.

 

Das vom Freistaat Thüringen geförderte Vorhaben wurde durch Mittel der europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

CSCC | Bereich Repair: STARDUsT

Das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum Sepsis und Sepsisfolgen (Center for Sepsis Control & Care, kurz CSCC) ist am Universitätsklinikum Jena (UKJ) angesiedelt und widmet sich der Erforschung von Sepsis und deren Folgeerkrankungen. Hierbei betrachten Forscherinnen und Forscher alle Aspekte der Erkrankung, von der Risikobewertung und Prävention über die Akutbehandlung bis hin zur Nachsorge. In klinischen sowie grundlagenwissenschaftlichen Projekten erforschen wir die Pathomechanismen der Sepsis-assoziierten Enzephalopathie.

In den Forschungsprojekten ermitteln wir grundlegende pathophysiologische Mechanismen, wie eine schwere systemische Entzündung zu einer gestörten Gehirnfunktion führt. Hiermit versuchen wir zu verstehen, wie es zu kognitiven Folgeschäden nach Sepsis kommen kann. Die Untersuchungen umfassen immunologische, elektrophysiologische sowie molekularbiologische Experimente in vitro sowie im Tiermodell. Mittels hochauflösender Mikroskopie an neuronalen Gewebe sowie an Autopsiegewebe werden immunpathologische Veränderungen analysiert.

Zusammen mit Prof. Dr. Kathrin Finke (Gedächtniszentrum) und Prof. André Scherag (Klinische Epidemiologie) werden in der klinischen Studie STARDUsT – Stratifying and treating sepsis-associated cognitive dysfunction detaillierte neuropsychologische Untersuchungen sowie EEG-Analysen und Messungen von neuronalen Destruktionsparametern im Blut bei Patienten mit kognitiven Einschränkungen nach Sepsis durchgeführt. Des Weiteren wird geprüft, ob die neurokognitiven Leistungen nach Sepsis durch ein spezielles neuropsychologisches Interventionsverfahren verbesserbar sind.

Hier finden Sie die Projektbeschreibung.

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