Das Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Jena arbeitet im Auftrag von Polizei und Justiz des Freistaates Thüringen sowie in der Krankenversorgung (u.a. klinisch-toxikologische Untersuchungen bei Vergiftungsverdacht) und für private Auftraggeber (u.a. Vaterschaftsfeststellung).
Eine Liste der Verfahren im flexiblen Akkreditierungsbereich finden Sie hier.
Anlage zur Akkreditierungsurkunde D-IS-13144-01-00 nach DIN EN ISO/IEC 17020:2012 finden Sie hier
Anlage zur Akkreditierungsurkunde D-PL-13144-05-01 nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 finden Sie hier
Anlage zur Akkreditierungsurkunde D-PL-13144-05-02 nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 finden Sie hier
Anlage zur Akkreditierungsurkunde D-PL-13144-04-00 nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 finden Sie hier
Als Betroffene / Betroffener von:
- sexualisierter Gewalt
- körperlicher Gewalt
- K.O.-Mittel-Beibringung
können Sie sich an uns wenden, falls Sie sich nicht direkt zu einer Anzeige bei der Polizei entschließen können, die Befunde und Spuren aber dennoch zeitnah und gerichtsverwertbar sichern lassen wollen. Die Untersuchung ist kostenlos!
Zentrale Rufnummer 03641 – 9397197
Lebensaltersschätzung
Ansprechpartner: Dr. med. Thomas Hunold
Die Forensische Altersdiagnostik basiert auf der wissenschaftlich begründeten Anwendung der bei allen Menschen in identischer Weise ablaufenden Entwicklung verschiedener Reifungsmerkmale (zum Beispiel körperliche Entwicklung, Weisheitszahnentwicklung und Skelettentwicklung). Dabei werden jeweils definierte Entwicklungsstadien durchlaufen. Durch die Anwendung von Referenzstudien, in denen diese Entwicklungsstadien mit dem bekannten Lebensalter von Untersuchungspersonen korreliert wurden, wird eine Altersdiagnostik von Personen mit unbekanntem Lebensalter möglich.
Der Arbeitsbereich orientiert sich an den Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft für Forensische Altersdiagnostik (AGFAD) der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin und nimmt regelmäßig erfolgreich an deren Ringversuchen teil. Die Forensische Altersdiagnostik erfolgt in unserem Haus ausschließlich nach richterlichem Beschluss und zur Beurteilung der Strafmündigkeit bzw. der Anwendbarkeit von Jugend – bzw. Erwachsenenstrafrecht. Entsprechend der AGFAD-Empfehlungen erfolgt die Gutachtenerstattung dabei in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Experten der Klinik für Mund- Kiefer und Gesichtschirurgie sowie der Kinderradiologie des Universitätsklinikum Jena.
Im Rahmen der Altersbestimmung wird das physiologische, nicht das chronologische Alter geschätzt.
Morphologische Kriterien: Fontanellen-, Stirnnaht- und Epiphysenfugenschluß, Wechselgebiß / Zahneruption, insbesondere der Molaren (Schema nach Ubelaker), Abnutzungserscheinungen am Permanentgebiß
Radiologische Kriterien: Knochenabbauerscheinungen im OPG ab ca. 25 Jahre, Obliterationsgrad der Schädelnähte
Spezialmethoden (Zähne): Racemisierungsgrad der Asparaginsäure, Zahnzementannulation, Wurzeldentintransparenz
Sektion Pathologie
Die Pathologie ist ein wichtiger Partner in der interdisziplinär ausgerichteten modernen Medizin des Universitätsklinikums Jena. Durch ihr umfangreiches Spektrum an zell- und gewebebasierten Verfahren trägt sie in der Krankenversorgung entscheidend zur Diagnostik und der Stratifizierung von Therapien bei („Lotse für die Klinik“). Zur Umsetzung dieser vielfältigen Aufgaben existieren z.T. enge Kooperationen mit der Rechtmedizin und Humangenetik. In der Pathologie des UKJ besteht eine besondere Expertise in der Diagnostik von Weichgewebetumoren. Außer in der Krankenversorgung ist die Pathologie umfangreich in Forschung und Lehre tätig. Es werden sowohl Fragestellungen der Grundlagenforschung als auch der klinischen Forschung (z.B. klinische Studien) bearbeitet. Ein Ziel dieser Arbeiten ist das bessere Verständnis von Ätiologie und Pathogenese bestimmter Erkrankungen sowie die Identifikation diagnostischer, prognostischer und prädiktiver Marker.





