Am Universitätsklinikum Jena entsteht derzeit ein neues Angebot für Tumorpatienten: die regionale Tiefenhyperthermie. Dafür wird am UKJ das System ALBA 4D installiert — als erste Installation dieses hochmodernen Gerätes in Deutschland.
Wir freuen uns sehr, dass wir mit diesem Schritt die Behandlungsmöglichkeiten am UKJ und im SarkomCentrum Jena um ein modernes, wissenschaftlich gut begründetes Verfahren erweitern können.
Bei der regionalen Tiefenhyperthermie wird Tumorgewebe gezielt erwärmt. Die Methode kann dazu beitragen, die Wirkung einer Strahlen- und/oder Chemotherapie zu verstärken. Besonders bei bestimmten Hochrisiko-Weichgewebesarkomen ist der Nutzen dieser zusätzlichen Behandlung durch eine große randomisierte Studie gut belegt. Die Ergänzung der Therapie durch Hyperthermie führte dabei zu einer deutlichen Verbesserung der lokalen Tumorkontrolle und der Überlebenschancen.
Die technische Betreuung des Systems erfolgt über die Klinik für Strahlentherapie. Der klinische Betrieb wird interdisziplinär organisiert — in enger Zusammenarbeit mit der Medizinischen Onkologie und den chirurgischen Fachbereichen, insbesondere im DKG-zertifizierten SarkomCentrum Jena. Die Zusammenarbeit erfolgt unter dem Dach des Mitteldeutschen Krebszentrums.
Die notwendigen Umbauarbeiten laufen bereits. Das Therapieangebot steht derzeit noch nicht zur Verfügung. Die Inbetriebnahme der regionalen Tiefenhyperthermie ist für das 4. Quartal 2026 geplant; voraussichtlich können die ersten Patienten ab Oktober 2026 am UKJ behandelt werden.
Perspektivisch prüfen wir, für welche anderen Tumorerkrankungen die regionale Tiefenhyperthermie geeignet sein kann. Auch eine überregionale Kooperation mit benachbarten Sarkomzentren ist geplant.