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Startseite / Aktuelles / Verbundforschung zum Thema Long-COVID bei Kindern
Verbundforschung zum Thema Long-COVID bei Kindern

09.10.2021

In einem vom BMBF geförderten Verbund erforschen Kindermediziner des Universitätsklinikums Jena gemeinsam mit Partnern der Universitäten Ilmenau und Magdeburg das Krankheitsbild Long-COVID bei Kindern und Jugendlichen

Kinderkardiologe Dr. Daniel Vilser erforscht das Krankheitsbild Long-COVID bei Kindern und Jugendlichen. Foto: UKJ
Kinderkardiologe Dr. Daniel Vilser erforscht das Krankheitsbild Long-COVID bei Kindern und Jugendlichen. Foto: UKJ

Jena (vdG/UKJ). Nach der Überwindung einer akuten SARS-CoV-2-Infektion können auch Kinder unter Spätfolgen leiden. Jedoch fehlen genaue Daten zur Long-COVID-Erkrankung, ebenso wie diagnostische und therapeutische Leitlinien oder spezielle Rehabilitationsprogramme für Kinder und Jugendliche. Das will ein Forschungsteam am Universitätsklinikum Jena, der TU Ilmenau und der Universität Magdeburg im Projekt LongCOCid ändern. Als einziger von insgesamt zehn Verbünden, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bei der Erforschung der COVID-19-Spätfolgen gefördert werden, widmet er sich speziell den Kindern. „Wir wollen zunächst ein umfassendes Bild der Erkrankung erhalten und katalogisieren dazu in unserer Long-COVID-Ambulanz systematisch die Beschwerdesymptomatik“, so Dr. Daniel Vilser. Der Kinderkardiologe und Oberarzt in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Jena koordiniert den Verbund.

In die Datensammlung fließen ebenso Ultraschalluntersuchungen von Herz, Lunge und Lungenfunktion mit Entzündungsmarkern sowie Analysen der Gefäßfunktion am Augenhintergrund ein. Mit Hilfe Herz-Lungen-Belastungstests wird die Leistungsfähigkeit der Betroffenen gemessen. Im Blut werden außerdem immunologische Marker und Stoffwechselprodukte erfasst, die auf eine Entzündung am Gefäßsystem oder Abbauprozesse im Gehirn hinweisen könnten. Dr. Vilser: „Die Förderung ermöglicht uns die so dringende wissenschaftliche Aufarbeitung der Versorgungdaten aus unserer Ambulanz.“

In einem weiteren Projektteil arbeitet das Team mit niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzten zusammen, um die Krankheitslast von Kindern nach einer SARS-CoV-2-Infektion zu erfassen. Sie wird mit der Belastung von Kindern verglichen, die an einer anderen Infektion erkrankt waren. Diese Kontrollgruppe dient der Abgrenzung der Post-COVID-Symptome von allgemeinen Folgen der Pandemie. Ziel des Forschungsteams ist es, mit fundierten Daten und Erkenntnissen über die Long-COVID-Erkrankung dazu beizutragen, spezielle Behandlungen für Kinder und Jugendliche sowie deren Rehabilitation zu etablieren.

Kontakt:

Dr. Daniel Vilser
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Jena
           
Telefon: +49 3641 9-329543

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