Ziel der COGMOP-Studie ist zu untersuchen, ob und wie viele Fälle von Schwangerschaften mit Gestationsdiabetes den gängigen Teststrategien entgehen. Wir wollen herausfinden, ob mit Hilfe eines kontinuierlichen Zuckersensors Abweichungen bei Schwangeren entdeckt werden können, deren Kind überdurchschnittlich schnell wächst und deren Zucker-Belastungstest unauffällig war.
Wir erwarten, dass bei Kindern mit Wachstum oberhalb der Norm höhere mütterliche Blutzuckerwerte gemessen werden. Sollte das für Sie zutreffen, werden Sie an Spezialisten für Blutzuckereinstellung in der Schwangerschaft weitergeleitet. Um solche Veränderungen herauszufinden, müssen wir diese Messungen mit Messungen von Kindern mit normaler Entwicklung vergleichen. Wir erhoffen uns daraufhin eine bessere und/oder frühere Erkennung von Blutzuckerabweichungen in der Schwangerschaft, um dann durch gezielte Maßnahmen eventuelle Komplikationen zu minimieren.
In dieser Studie, die vom Universitätsklinikum Bonn ins Leben gerufen wurde, werden mit Hilfe eines Glukosesensors (kontinuierliches Glukose-Messgerät) 2 Wochen lang automatisch alle 2 Minuten Zuckerwerte bei Ihnen im Unterhautgewebe gemessen. Der Sensor wird auf die Haut aufgebracht. Dabei wird mit Hilfe eines vom Hersteller bereit gestellten Applikators auch ein wenige mm kurzer feiner Draht unter die Haut gebracht. Der Schmerz ist vergleichbar mit einer Blutentnahme durch einen Prick in die Fingerkuppe.
Frauen, bei denen im Ultraschall ein überdurchschnittlich groß gewachsenes Kind festgestellt wurde (>90. Perzentile):
Bei Ihnen kann mit dem kontinuierlichen Glukosesensor der Zucker möglicherweise genauer betrachtet werden als mit gängigen Untersuchungsmethoden. Durch gezielte Maßnahmen (z. B. Ernährungsanpassung, Insulin) lässt sich das Wachstum des Kindes positiv beeinflussen und das Risiko für Sie und Ihr Kind reduzieren.
Ihre Teilnahme an dieser Studie ist freiwillig und ein Rücktritt jederzeit ohne Angaben von Gründen möglich.