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Klinik für Geburtsmedizin / Forschung & Klinische Studien / Klinische Studien / PETN-Studie / Presse / Niederländsiche Studie

Niederländische Studie beendet - kein Zusammenhang mit PETN

Liebe Patientinnen,

möglicherweise haben Sie gelesen, dass in den Niederladen eine Studie, in der Schwangere mit wachstumsretardierten Kindern behandelt wurden, vorzeitig beendeta werden musste. Diese Nachricht klingt zunächst sehr beunruhigend. Wir möchten Ihnen deshalb hierzu gerne ein paar wichtige Hintergrundinformationen geben. Wichtig ist für Sie, dass das Medikament, welches in der PETN-Studie getestet wurde, nicht mit dem in der niederländischen Studie verwendeten Medikament vergleichbar ist!

In unserer PETN-Studie werden Schwangere mit Risiko für einen Wachstumsstillstand des Ungeborenen aufgrund einer unzureichenden Funktion des Mutterkuchens behandelt. Sie erhalten entweder den Wirkstoff PETN oder eine Tablette ohne Wirkstoff (Placebo). Der Wirkstoff PETN stellt den Gefäßzellen den Botenstoff NO (Stickstoffmonoxid) zur Verfügung und wirkt zusätzlich schützend auf die Endothelzellen. Aus Untersuchungen im Labor wissen wir, dass der Wirkstoff die Schranke zum Kind im Mutterkuchen nicht überquert. Weiterhin wissen wir aus einer Vorstudie mit PETN bei Schwangeren, dass es das Risiko für ein Versterben der Kinder senken kann. Wir sprechen von einer sekundärprophylaktischen Therapie.

In der nun vorzeitig beendeten Studie in den Niederlanden, wurde der Wirkstoff Sildenafil (Viagra®) bei Schwangeren, mit bereits im Wachstum zurückgebliebenen Kindern, getestet. Hierbei handelt es sich um eine therapeutische Studie. Sildenafil hemmt den Abbau des Botenstoffes NO (Stickstoffmonoxid) in der Zelle und greift damit tief in den Zellstoffwechsel ein. Aus Untersuchungen im Labor ist bekannt, dass der Wirkstoff Sildenafil die Schranke zum Mutterkuchen passiert.. In den Niederlanden wurde nun festgestellt, dass möglicherweise die Kinder deren Mütter mit Sildenafil behandelt wurden, öfter gestorben sind, als die Kinder deren Mütter keinen Wirkstoff, also Placebo erhalten haben. Dies wurde im Rahmen einer sogenannten Sicherheitsüberprüfung festgestellt. Deshalb wurde die Studie abgebrochen.

Eine solche Sicherheitsüberprüfung ist für klinische Studien auch in Deutschland Pflicht und findet in regelmäßigen Abständen auch für die PETN-Studie statt. Hier bekommen unabhängige Experten, die nicht an der Durchführung der Studie beteiligt sind, die Daten der bisher behandelten Frauen und geborenen Kinder zu Einsicht. Sie müssen beurteilen, ob für die Patientinnen, die den Wirkstoff PETN erhalten im Vergleich zu den Schwangeren, die Placebo bekommen haben, ein höheres Risiko für einen ungünstigen Ausgang der Schwangerschaft besteht. Diese Experten entscheiden anhand der Daten über die Fortsetzung der Studie. Die erste Sicherheitsüberprüfung für die PETN-Studie findet aktuell statt. Über den Ausgang können wir in den nächsten Wochen hier berichten.

Bitte seien Sie also versichert, dass Sie

  1. in der PETN-Studie ein sicheres Medikament erhalten, von dem bisher keine Schäden für Mutter oder Kind bekannt sind und dass wir
  2. ständig die Sicherheit der Studie und der behandelten Mütter und Kinder von einem unabhängigen Expertengremium überprüfen lassen.

 

Die PETN-Studie soll helfen, für mehr gesunde Kinder und Mütter zu sorgen. Darauf können Sie vertrauen.

 

Ihr PETN-Studienteam

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