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Klinik für Geburtsmedizin / Klinikbereiche / Spezielle Hilfen / clean4us

Schwanger und der Verzicht auf Alkohol oder Drogen fällt zu schwer?

Kontakt

Liane Menke
Klinik für Geburtsmedizin,
Koordinatorin clean4us, Diplom-Sozialpädagogin (FH),
Familienlotsin

Telefon: 03641 9-32 92 19 oder 01523 2183382

Haben Sie den Mut für den ersten Schritt! Die nächsten Schritte gehen wir zusammen!

 

Studien und Untersuchungen zeigen, dass werdende Mütter, die Nikotin, Alkohol, Medikamente und/oder illegale Drogen konsumieren einerseits selbst ein erhöhtes gesundheitliches Risiko für Schwangerschaftsund Geburtskomplikationen haben. Außerdem wird durch den Konsum die Entwicklung des Kindes gefährdet, da die Stoffe über den Blutkreislauf der Mutter in den Kreislauf des ungeborenen Kindes gelangen. Bei der Entwicklung des Embryos kann es so zu gravierenden Entwicklungsveränderungen während der Schwangerschaft und zu langfristigen gesundheitlichen Schädigungen kommen. Für die Gesundheit von Mutter und Kind ist es dringend notwendig auf Suchtmittel zu verzichten. Das Projekt clean4us möchte den Weg zur Abstinenz begleiten und unterstützen.

Für wen gibt es dieses Projekt?

Werdende Mütter, auch jene die von der Schwangerschaft überrascht werden, wünschen sich eine gesunde Entwicklung für ihr Kind und möchten ihm einen guten Start in die Zukunft ermöglichen. Dazu sollen alle Mütter und ihre Kinder die entsprechende Unterstützung erhalten. Der Konsum legaler und illegaler Drogen stellt dabei sowohl für die Betroffenen als auch für das Hilfesystem eine besondere Herausforderung dar. Die Betroffenen werden durch Schwangerschaft und Geburt häufig aus ihrem bisherigen Alltag gerissen und müssen ihr Verhalten nun gegenüber einem weiteren Leben verantworten. Das könnte die Chance sein, endlich zu verändern, was schon lange belastet. Der Verzicht auf Suchtmittel, welche eine körperliche und psychische Abhängigkeit erzeugen ist ohne fachliche Begleitung nicht nur schwierig, sondern birgt auch körperliche Risiken. Um Hilfe zu bekommen, muss das Thema besprochen werden, es braucht Vertrauenspersonen, die ohne Schuldzuweisung und zusätzliche Scham einen Weg öffnen, wo vorher Hilflosigkeit war. Und es braucht mutige Frauen, die allen Ängsten zum Trotz dieses schwierige Thema ansprechen und den Teufelskreis durchbrechen. Das Projekt clean4us bietet suchtmittelkonsumierenden Schwangeren Unterstützung in Form von Koordination der einzelnen Hilfsangebote an, um gemeinsam mögliche Wege für eine gesunde Schwangerschaft und Entwicklung des Kindes zu finden. Zur Zielerreichung kooperiert die Koordinatorin mit Vertretern aus Medizin, Familienhilfe und Beratungsstellen. Alle Kooperationspartner/innen arbeiten dabei vertrauensvoll und nach den jeweiligen Bestimmungen der Schweigepflicht und des Datenschutzes zusammen.

Flyer zum Projekt

Angebote für Schwangere

Suchtmittelkonsumierende Schwangere können sich selbständig an die Koordinatorin des Projekts wenden oder durch andere Institutionen oder Personen in das Projekt vermittelt werden. In einem unverbindlichen und auf Wunsch anonymen Erstgespräch mit der Schwangeren werden die Unterstützungsbedarfe und die Teilnahmemodalitäten besprochen. Bei Teilnahmeeinwilligung übernimmt die Koordinatorin in Absprache mit der Schwangeren die kurzfristige Terminplanung mit den entsprechend zu beteiligenden medizinischen und sozialen Akteuren. Ziel ist es individuelle Unterstützung aus „einer Hand“ anzubieten (Koordination, Information, Organisation). Die Koordinatorin steht außerdem über die Geburt hinaus als Ansprechpartnerin zur Verfügung und plant gemeinsam mit der Mutter/Familie und entsprechenden Akteuren, welche Unterstützungsangebote für eine gemeinsame Zukunft notwendig sind.

Angebote für Professionelle und Angehörige

Professionellen Netzwerkpartner/innen wie Mediziner/innen, Jugendämtern, Beratungsstellen etc. aber auch Angehörigen bietet das Projekt Beratung und Information bei Fragen rund um das Thema Schwangerschaft und Substanzkonsum an. Mögliche aufkommende Fragen können sein: „Wie spreche ich das Thema Drogenkonsum an ohne das mein Gegenüber dicht macht?“, „Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es?“, „Welche Unterstützung kann ich bieten und wo sind meine Grenzen?“
Zudem ist geplant für die beteiligten Versorgungsakteure themenbezogene Weiterbildungsangebote, vor allem im Bereich Kommunikation zu schaffen.

Interessante Links

Mehr zum Thema Schwangerschaft, Konsum, Folgen und Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie unter folgenden Links:

  • „Du bist schwanger…und nimmst Drogen?" - Broschüre
  • „Du liebes Kind! Drogen und Schwangerschaft“ - Broschüre
  • „Warum ist Alkohol in der Schwangerschaft gefährlich?" - Video
  • Aufbereitete Fragen zu Schwangerschaft und Drogen - Website
  • Thema Sexualität und Drogen - Website
  • FASD: Wenn Alkohol in der Schwangerschaft das Baby schwer schädigt | MDR.DE - Website

Kooperationspartner

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Sektion Neonatologie/Pädiatrische Intensivmedizin
 
Konflikt- und Sozialberatung für Schwangere, Familienzentrum Jena
 

Außerdem das Gesundheitsamt Jena und der Hebammenlandesverband Thüringen e.V.

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