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Aktuelle Forschungsprojekte

Unser interdisziplinäres Forschungsteam der Klinik für Geriatrie arbeitet an diversen Forschungsprojekten mit dem Ziel, das Älterwerden umfassend zu verstehen und ältere PatientInnen bestmöglich zu unterstützen. Wir kombinieren verschiedene qualitative und quantitative Forschungsmethoden mit multimodalen Daten zu Gesundheit, psycho-emotionalen und sozialen Prozessen, um das höhere Lebensalter mit seinen vielseitigen Facetten zu betrachten und die Lebensqualität zu fördern. 
Lesen Sie hier mehr zu unseren aktuellen Forschungsprojekten!

MarkGer - Marker Gesunden Alterns

Thema: Repräsentation geriatrischer PatientInnen in der Altersforschung – Kombination psychosozialer und gesundheitsbezogener Parameter im Zusammenhang mit Lebensqualität bei chronisch kranken älteren Menschen

Der Großteil der Altersforschung konzentriert sich auf relativ junge, gesunde und selbstständige lebende ältere Menschen. Die Bedürfnisse chronisch erkrankter älterer Menschen mit Mehrfacherkrankungen sind jedoch weniger gut erforscht. Die Klinik für Geriatrie am Universitätsklinikum Jena möchte diese besonders vulnerable PatientInnengruppe in die Altersforschung einbeziehen und wertvolle Daten im Rahmen der Krankenhausaufenthaltes nutzbar machen. Auf unserer Station erheben wir daher routinehaft Langzeitdaten zu älteren PatientInnen. Dazu gehören umfassende geriatrische Untersuchungen (Mobilität, körperliche Gesundheit, Diagnosen, kognitive Fähigkeiten, Depressionen usw.) sowie psychosoziale Fragebögen zu Lebensqualität, Alterseinstellungen, Einsamkeit und Stressempfinden. In telefonischen Follow-Up Befragungen erfassen wir Langzeitverläufe unserer PatientInnen über den Aufenthalt unserer PatientInnen hinaus.

Darüber hinaus ermöglicht die Erfassung von Blutbiomarkern einen translationalen Ansatz, der biologische und psychosoziale Variablen kombiniert, um einen ganzheitlichen Ansatz für das Altern zu verfolgen.

GERI-Scope: Stressempfinden geriatrischer PatientInnen

Das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) in Jena ist das zentrale Förderinstrument für Nachwuchsförderung an der Medizinischen Fakultät in Jena, das darüber organisierte Medical Scientist-Programm (MSP) unterstützt die Karriere von nicht-ärztlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der Medizin. Dr. Aline Schönenberg erhält über 3 Jahre eine Förderung für ihr Projekt zu Stresserleben geriatrischer PatientInnen.

Thema: "GERI-SCOPE – how Geriatric Patients cope with Stress after acute Health Events"

Zusammenfassung:
Stress ist mit körperlichen und mentalen Gesundheitsproblemen sowie reduzierter Lebensqualität assoziiert. Geriatrische PatientInnen stellen eine besonders vulnerable Gruppe dar, da sie neben körperlichem Abbau und schwindenden psychosozialen Ressourcen oft einem unmittelbaren Stressor ausgesetzt sind: der Krankenhauseinweisung nach einem akuten Gesundheitsereignis. Da Stress eine subjektive Einschätzung ist, soll an N = 170 geriatrischen PatientInnen zunächst untersucht werden, ob dieses Ereignis als Stressor wahrgenommen wird und wie sich der Stress longitudinal während und nach der stationären Aufnahme entwickelt. Ziel ist es, biopsychosoziale Faktoren zu identifizieren, die mit Stressreduktion versus -aufrechterhaltung assoziiert sind. Neben der subjektiven Messung, wird Stress explorativ auch objektiv erfasst (Haar- und Speichelcortisol), um zu evaluieren, welche Messmethode sich besser zur Einschätzung der Auswirkungen von Stress auf Gesundheitsoutcomes wie Lebensqualität und Funktionalität eignet. Diese Studie bildet die Grundlage für die Entwicklung einer Intervention zur Stressreduktion und Verbesserung von Gesundheitsoutcomes bei älteren Menschen während und nach dem Krankenhausaufenthalt.

 

Behandlung von Sturzangst in der Geriatrie

Das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) in Jena ist das zentrale Förderinstrument für Nachwuchsförderung an der Medizinischen Fakultät in Jena, das darüber organisierte Clinician Scientist-Programm (CSP) ermöglicht forschungsbegeisterten jungen Ärztinnen und Ärzten in der fachärztlichen Weiterbildung, ihr eigenes Forschungsprojekt zu realisieren. Dr. Sarah Mendorf erhält über 3 Jahre eine Förderung für ihr Projekt zur Reduktion von Sturzangst in geriatrischen PatientInnen.

Thema: "Effekte einer kombinierten psychologisch-therapeutischen Intervention auf sturzassoziierte Angst und Ganggeschwindigkeit bei geriatrischen Patientinnen und Patienten"

Zusammenfassung:
Stürze stellen im höheren Lebensalter ein zentrales Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko dar. Trotz etablierter physio- und ergotherapeutischer Sturzprophylaxe bleiben viele Patientinnen und Patienten aufgrund ausgeprägter Sturzangst in ihrer Mobilität dauerhaft eingeschränkt. Vor dem Hintergrund der Komplexität sturzassoziierter Angst adressiert das vorliegende Projekt die Entwicklung, Durchführbarkeit und frühe Evaluation einer kombinierten psychologisch-therapeutischen Intervention im Sinne des aktualisierten Medical Research Council Frameworks für komplexe Interventionen. Dabei wird untersucht, ob eine kombinierte psychologisch-therapeutische Intervention gegenüber der regulären physio- und ergotherapeutischen Behandlung im Rahmen des geriatrischen Komplexprogramms nach OPS 8-550 zu einer signifikanten Besserung der Ganggeschwindigkeit und, auch längerfristigen, Reduktion der Sturzhäufigkeit und -angst führt. Primäre Zielvariable ist dabei die Ganggeschwindigkeit. Als sekundäre Zielvariable wird die Falls Efficacy Scale – International (FES-I) zur Erfassung der Sturzangst erhoben. Sturzhäufigkeit wird explorativ im Follow-up erfasst. Die Wirksamkeitsprüfung erfolgt bewusst als preliminary effectiveness-Analyse zur Prüfung der Machbarkeit, Sicherheit und Effektgröße, um eine folgende definitive Wirksamkeitsstudie zu ermöglichen.

Gehörtraining zur Emotionswahrnehmung in Stimmen

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