Alumni IZKF-Clinician Scientists
Dr. Maria Rüthrich

Clinician Scientist-Programm 2019
Thema: "Resistenter Aspergillus fumigatus -eine neue Bedrohung?"
Zusammenfassung:
Aspergillus spp., primär Aspergillus fumigatus, zählen zu den häufigsten Erregern invasiver Pilzinfektionen bei immunkomprornittierten Patienten [1]. Sie manifestieren sich in immunsupprimierter Erkrankungssituation vornehmlich als invasive pulmonale Aspergillose (IA). Zu der Primärtherapie der IA zählen Triazol-Antimykotika, deren Wirkmechanismus auf der Hemmung von CYP51A beruht [2]. Innerhalb der vergangenen Jahre konnte ein globaler lnzidenzanstieg von Infektionen mit azolresistenten A. fumigatus-Stämmen beobachtet werden. Molekulargenetisch weist ein Großteil der resistenten lsolate Mutationen im Zielgen CYP51A auf. Eine erhöhte Sterblichkeit von IA mit resistenten Stämmen wird vermutet, wurde bisher jedoch nur in retrospektiven, schlecht kontrollierten Kohortenstudien untersucht [3-5]. In diesem Projekt soll durch die Charakterisierung (A) der klinischen Verläufe, (B) des Wachstums- und Sporulationsverhaltens und durch (C) die in-vitro Modellierung invasiver Infektionen von lsolaten mit unterschiedlichen zugrundeliegenden Mutationen im Lung-On-aChip Modell eruiert werden, ob (1) Infektionen mit resistenten A. fumigatus-Stämmen schwerwiegender verlaufen, (2) der klinische Verlauf resistenter A. fumigatus-Stämme dem schlechteren Therapieansprechen geschuldet ist und ob (3) die Biologie der A. fumigatus-Stämme und der dadurch ausgelösten Infektion von der zugrundeliegenden Mutation abhängig ist.
Dr. Aysun Tekbas
Clinician Scientist-Programm 2019
Thema: "Outcomeverbesserung via Reduktion der Hepatotoxizität und Effektivitätssteigerung von Chemotherapeutika mit Thymoquinon vor der Resektion kolorektaler Lebermetastasen"
Zusammenfassung:
Die Inzidenz kolorektaler Lebermetastasen steigt parallel zu der Inzidenz der Karzinome mit steigendem Alter der Patienten. Zur Erhöhung der Resektionsrate für eine kurative Therapie ist bei 80 - 90 % der Patienten eine neoadjuvante, häufig hepatotoxische, Chemotherapie notwendig. Das Öl der Pflanze Nigella Sativa, ein Nahrungsergänzungsmittel, mit Thymoquinon (TQ) als Hauptbestandteil, hat hepatoprotektive und anticancerogene Eigenschaften. Daher möchten wir untersuchen, ob und wie die Behandlung mit diesem Öl die Hepatotoxizität der neoadjuvanten Chemotherapeutika senkt, die Leberfunktion verbessert und die antiproliferative Effizienz steigert. Weiterhin möchten wir ermitteln, ob durch die additive Therapie die perioperativen Komplikationsraten sinken und die Lebensqualität der Patienten zunimmt. Hierzu planen wir eine randomisierte, Placebo-kontrollierte, verblindete, monozentrische Studie. Die Rekrutierung von je 43 Patienten in der Test- und Kontrollgruppe soll innerhalb von 2 Jahren mit Hilfe von onkologischen Praxen und Krankenhäusern im Umkreis von Jena erfolgen. In beiden Gruppen werden laborchemische, bildmorphologische und histologische Untersuchungen durchgeführt sowie der Fragebogen SF-36 bearbeitet.
Dr. Franziska Wagner

Clinician Scientist-Programm 2019
Thema: "Untersuchung des Einflusses des Reward-Systems auf die Rehabilitation nach einem Schlaganfall"
Zusammenfassung:
Der ischämische Schlaganfall ist nicht nur die häufigste Ursache einer erworbenen motorischen Behinderung, sondern führt häufig zu Beeinträchtigungen in der kortikalen Repräsentation und Verarbeitung von Emotionen. Jeder dritte Schlaganfallpatient leidet an einer Post Stroke Depression (PSD), welche mit einer erhöhten Mortalität, einem stärkerem Grad der Behinderung und einer verminderten Lebensqualität (quality of life) assoziiert ist (Towfighi et al. 2017). Als Ursache wird vermutet, dass strukturelle Hirnschädigungen die Emotionsverarbeitung über eine Veränderung des Belohnungssystems direkt verändern. Das Belohnungssystem ist zudem eng mit der Fähigkeit zu Lernen verknüpft. Die Auswirkungen von strukturellen Hirnschädigungen auf diese Faktoren sind kaum verstanden. In der hier beantragten Studie soll die Funktionalität des Belohnungssystems und dessen Einfluss auf die motorische Lernfähigkeit nach einem Schlaganfall untersucht werden. Vier Gruppen sollen verglichen werden. Eine Gruppe mit subakutem Schlaganfall, eine Gruppe mit subkortikaler arteriosklerotischer Enzephalopathie (SAE), eine gesunde, altersgematchte Vergleichsgruppe, und eine junge gesunde Vergleichsgruppe. In diesen Gruppen untersuchen wir (I.) die emotionale wie soziale Situation anhand von Fragebögen (II.), die zerebrale sowie behaviorale Funktionalität des Belohnungssystems im fMRT und (III.), die individuelle Fähigkeit zum expliziten und impliziten Lernen. Dies ermöglicht die Analyse der Beziehungen zwischen lokalisierter, struktureller Hirnschädigung, Funktionalität des zerebralen Belohnungssystems und der Fähigkeit motorisch zu Lernen. Zusätzlich erlaubt diese Studie Einblicke in die diesem Zusammenhang zugrunde liegenden Mechanismen.
Dr. Maximilian Fleischmann

Clinician Scientist-Programm 2020
Thema: "Molekulare Strategien zur Resistenzüberwindung bei der akuten myeloischen Leukämie"
Zusammenfassung:
Die Behandlung der akuten myeloischen Leukämie (AML) beinhaltet zunehmend zielgerichtete Therapien. Eine wichtige molekulare Zielstruktur stellt dabei die FMS-like tyrosin kinase (FLT3) dar, welche bei über 30% der AML-Patienten aktivierende Mutationen aufweist. Die Anwendung von FLT3- Inhibitoren führt jedoch aufgrund von primärer oder sekundärer Resistenz häufig nur zu einer limitierten Krankheitskontrolle. Unabhängig vom FLT3-Mutationsstatus erhalten ältere Patienten eine epigenetische Therapie in Kombination mit dem BCL2-Inhibitor Venetoclax, wobei das Vorliegen von FLT3-Mutationen zu einer Abschwächung oder gar Resistenz gegenüber Venetoclax führen kann. Im beantragten Projekt sollen an etablierten Zelllinien und primären AML-Zellen molekulare Mechanismen der Venetoclaxresistenz analysiert und potenzielle Biomarker evaluiert werden. Auf dieser Grundlage werden in Zellmodellen sowie an primären AML-Zellen innovative „targeted therapies“ (Inhibition von MCL-1, HSP90 oder Glykosylierung) zur Resistenzüberwindung entwickelt. Proteomanalysen dienen dabei der Identifikation funktionell relevanter Kandidatenproteine, um die molekularen Mechanismen der Venetoclaxresistenz sowohl in AML-Zellen mit aktivierenden FLT3- Mutationen als auch in Zellen mit anderem genetischen Hintergrund (z.B. CBF-AML, MLLRearrangement) besser zu verstehen und therapeutische Strategien entwickeln zu können.
Dr. Sebastian Birndt

Clinician Scientist-Programm 2020
Thema: "Persistenz von CML-Stammzellen"
Zusammenfassung:
Die chronische myeloische Leukämie (CML) zählt zu den myeloproliferativen Erkrankungen (MPN) und ist in über 95 % der Fälle durch eine Translokation zwischen Chromosom 9 und 22 gekennzeichnet. Durch pharmakologische Inhibition des resultierenden Genprodukts BCR-ABL1, einer konstitutiv aktiven Tyrosinkinase, stellt die CML eine Modellerkrankung für molekular-zielgerichtete Therapien dar. Seit Einführung von Tyrosinkinase-Inhibitoren weisen CML-Patienten eine sehr gute Prognose auf, jedoch finden sich im Knochenmark trotz optimaler Wirkung der TKI mit tiefer molekularer Remission bis zur PCR-Negativität persistierende Leukämiezellen, die auf die klassische TKI-Therapie nicht ansprechen und ein Rezidiv auslösen können.
Im beantragten Projekt sollen diese persistierenden CML-Stammzellen mittels Next Generation Sequencing und Durchflusszytometrie molekulargenetisch und immunologisch näher charakterisiert werden. Transkriptomanalysen residueller CML-Stammzellen dienen der Identifikation möglicher BCR-ABL unabhängiger Signalwege, die eine Rolle bei der Stemmzellpersistenz spielen könnten. Anhand der molekularen Untersuchungen sollen mögliche Therapieansätze zunächst in vitro untersucht werden, um im Anschluss je nach Ergebnissen ein Phase I Studienprotokoll zur Elimination oder Suppression von CML-Stammzellen zu erarbeiten.
Dr. Jonathan Wickel
Clinician Scientist-Programm 2019
Thema: "Rolle der Mikroglia in der Pathophysiologie der Sepsis-assoziierten Enzephalopathie"
Zusammenfassung:
Langanhaltende und schwerwiegende neurokognitive Beeinträchtigungen sind eine der häufigsten Langzeitfolgen nach stattgehabter Sepsis. In Vorarbeiten fanden wir im Mausmodell einer experimentellen Sepsis eine gestörte Gedächtnisfunktion sowie eine reduzierte Anzahl neuronaler Spines als morphologisches sowie eine gestörte Langzeitpotenzierung als funktionelles Korrelat beeinträchtigter neuronaler Plastizität. Darüber hinaus zeigte sich eine ausgeprägte Zunahme der Mikroglia (ortsständige
Immunzellen). Diese Zellen haben u. a. eine bedeutende Rolle bei der Modulierung synaptischer Vorgänge. In diesem Projekt soll der Einfluss der Mikroglia in der Sepsis-assoziierten Enzephalopathie (SAE) untersucht werden, um Mechanismen der SAE und mögliche therapeutische Angriffspunkte zu identifizieren. Dies soll in 3 Teilschritten erfolgen: 1) soll die kognitive Funktion bei SAE nach genetischer Mikrogliadepletion mittels CX3CR1CreERT2:iDTR-Mausstamm untersucht werden 2) soll mittels FACS aus Hirngewebe eine Typisierung der Immunzellen (insbesondere der Mikroglia) und eine zellspezifische Transkriptomanalyse erfolgen 3) soll in-vitro eine direkte Interaktion zwischen Mikroglia und Neuronen analysiert werden.
Dr. Matthias Nürnberger

Clinician Scientist-Programm 2019
Thema: "Der Effekt prolongierter, passiv-perzeptiver visueller Überstimulation auf Lernen und Wahrnehmung"
Zusammenfassung:
Der Fernsehkonsum in den Industrieländern wird derzeit mit durchschnittlich 2,5 Stunden pro Tag und Person angegeben - in den USA liegt er bei fast 4 Stunden täglich. Es gibt eine Vielzahl von Studien und individuelle Meinungen, die besagen, dass Fernsehkonsum negative Auswirkungen auf Gesundheit und kognitive Entwicklung hat. Dennoch gibt es derzeit fast ausschließlich retrospektive Analysen, die den Fernsehkonsum mit Veränderungen schulischer Leistungen, des sozialen Status, der Kognition, Emotion oder Gesundheit in Verbindung bringen. Ungeklärt sind jedoch die Gründe der negativen Effekte des passiven visuellen Medienkonsums. Fehlt die Zeit, die mit Fernsehen verbracht wird, schlicht an anderer Stelle (Replacement-Hypothesis)? Oder schauen sozial und ausbildungstechnisch Benachteiligte prinzipiell mehr fern (Social-Hypothesis)? Oder gibt es gar neurophysiologische Faktoren, die eine relevante Rolle spielen? Die geplante Studie wird erstmals in einem prospektiven Design klären, ob passiv-perzeptive visuelle Überstimulation zu einer Veränderung der Hirnstruktur sowie -funktion führt und ob Auswirkungen auf motorisches Lernen und Wahrnehmung nachweisbar sind. Weiter werden wir untersuchen, ob diese Mechanismen reversibel sind und welche Relevanz sie beim alternden Menschen haben.
Dr. Janine Zöllkau
Clinician Scientist-Programm 2020
Thema: "Microbiome analysis in Obstetrics – “MicrObs"
Zusammenfassung:
Preterm premature rupture of membranes (PPROM) and subsequent maternal and neonatal morbidities, including the life threatening condition of an early-onset neonatal sepsis (EONS), is still one of the most challenging problems in daily obstetrical care. Thus, leading to ongoing discussion of management strategies. Most debated are strategies on monitoring and protection of infection and inflammation. Analyses of microbiome alterations provide the chance of diagnostic, prognostic and therapeutic improvement. Faciliating microbiome analysis in PPROM has the unique potential to improve maternal and neonatal outcome and to change obstetrical paradigms. Thus, the goal of this proposal is to design, prepare and propose a prospective longitudinal multicenter study on microbiome analysis in PPROM, in line with the PEONS (Prediction of Early-Onset Neonatal Sepsis after PPROM, ClinicalTrials.gov NCT03819192) pilot trial, which elucidated the link between the vaginal microbiome in PPROM and pregnancy outcome. The here proposed MicrObs project will provide additional structured microbiome data of the maternal oral und fecal site in PPROM and the corresponding placenta, as well as of neonatal meconium. MinION sequencing technique enables microbiome characterization with minimal time lag qualifiying for a point-of-care (POCT) application. Thus, evaluation of MinION POCT technique to be implementable for clinical trials and routine care is eminent part of this proposal.
Dr. Georg Wurschi
Clinician Scientist-Programm 2022
Thema: "Adaptive Therapieplanung mit MR-Diffusionsbildgebung zur Beurteilung des Therapieansprechens während neoadjuvanter Radiochemotherapie des Rektumkarzinoms"
Zusammenfassung:
In einer prospektiven Pilotstudie soll der Vorhersagewert diffusionsgewichteter MRT-Sequenzen (DWI-MRT) für das Therapieansprechen des Rektumkarzinoms während der neoadjuvanten Radiochemotherapie (RChT)1 geprüft werden. Die Patienten erhalten nach simultaner RChT eine konsolidierende Chemotherapie vor der Operation im Sinne einer „total neoadjuvanten Therapie" (TNT). Dieses multimodale Behandlungskonzept wird derzeit bei lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinomen zur Maximierung der Tumorregression empfohlen. Hieraus ergibt sich die Fragestellung, ob die neoadjuvante RChT zukünftig an das individuelle Tumoransprechen angepasst werden sollte, welche Patientengruppe von dem intensivierten neoadjuvanten Therapiekonzept profitiert und ob bei kompletter Tumorremission ein Verzicht auf eine Operation vertretbar ist. Hierzu müssten zuverlässige Vorhersageparameter für das Tumoransprechen etabliert werden. Mit diesem Ziel werden therapieinduzierte Veränderungen im Verlauf der neoadjuvanten RChT mittels DWI-MRT geprüft. Das Resektat wird standardisiert hinsichtlich der makroskopischen und mikroskopischen Tumorregression untersucht und diese mit den MR-Signalveränderungen korreliert. Zudem werden die Lokalrezidivrate, Fernmetastasierungsrate, Therapieverträglichkeit und Lebensqualität überprüft. Die Pilotstudie soll die Grundlage zur Definition eines validen MR-basierten Surrogatmarkers für das Tumoransprechen während der neoadjuvanten RChT legen.
Dr. Wei Weiwei
Clinician Scientist-Programm 2022
Thema: "Impact of surgery-related impaired hepatic perfusion on function and regeneration of the remnant liver. A translational study on rats and patients."
Zusammenfassung:
Patients subjected to extended liver resection are at risk of postoperative liver failure, which is potentiated by the hyperperfusion state of the liver. Therefore, it is important to quantify the risk of postoperative liver failure for the individual patient. So far, the complex interplay between changes in liver volume, liver perfusion and hepatic functions, especially in the clinical context of liver resection, has not been in the focus of research. We hypothesize that liver size and liver function are not necessarily proportional, not even in healthy livers undergoing resection. We will perform an experimental study in rats in parallel to a small exploratory clinical study. Based on well-established MR-imaging techniques, we will quantify liver volume, perfusion, regeneration and function in vivo before and at defined time points after surgery. In addition, liver regeneration and function will be investigated in vitro by quantifying hepatocyte proliferation rate and distribution, as well as the expression level of proliferation related proteins. Liver function will be assessed in terms of expression level, distribution and activity of the drug metabolizing enzyme cytochrome p450 (CYP) 1A2. Distribution of proteins will be assessed using immunohistochemistry, expression levels based on western blots and CYP activity with the help of spectrophotometric assay.
Dr. Pa Chaw
Clinician Scientist-Programm 2022
Thema: "Outcome analysis and metabolomics biomarker study in patients with acute myocarditis (METACARDITIS)"
Zusammenfassung:
Myocarditis is an underdiagnosed disease with an incidence of about 1:10,000 and around 3,500 cases requiring hospitalization per year in Germany. The health care cost in Germany is more than three billion euro per year. It is estimated that 10-15% of patients with prior myocarditis develop cardiomyopathy and heart failure. Infection and inflammation renders the heart vulnerable to structural and functional abnormalities that lead to cardiomyopathies and heart failure. Thus, early and specific diagnosis of myocarditis is important in preventing irreversible cardiac damage and failure. Myocarditis is an inflammation of the heart muscle due to the infiltration of the heart with inflammatory cells leading to structural and functional damage with irreversible loss of cardiomyocytes. It could result from non-infectious causes such as autoimmune, pharmacotherapy-associated, giant cell myocarditis, eosinophilic myocarditis and sarcoidosis. Infectious causes include infection with cardiotropic pathogens (viruses, bacteria, parasites or fungi) or systemic infection in bacteremia or sepsis. The prognosis of myocarditis depends on pathology and extent of cardiac damage. Diagnostic approaches include clinical assessments and noninvasive cardiac imaging such as MRI and echocardiography. The gold standard using pathologic techniques is invasive myocardial biopsy through puncture of the femoral or jugular vein with risk of perforation, bleeding, infection and death. Although Immunohistochemistry of biopsy specimens is the most reliable technique for detection of immune cells and myocarditis, cardiac biopsy is highly invasive and limited to specific areas of the heart. Thus, non-invasive techniques for detection of inflammation and myocarditis are warranted and potentially superior to this gold standard. Local infection is associated with shedding or secretion of e.g. viral particles into the circulation; thus, it is possible to detect pathogen-specific signatures in blood of patients using state-of-the-art deep sequencing which might detect metagenomics markers. With development of non-invasive diagnostics for the characterization of myocarditis and definition of sensitive markers, chip-based tests could be developed for a time- and resource-sparing approach to diagnosing myocarditis with high sensitivity and specificity. There exists already preliminary data on proteomic analysis of myocardium and in circulation in patients with myocarditis. And it has been shown that inflammatory and lipidomic markers are most affected in myocarditis. This project is a subproject of a larger study (Metasequencing and non-genomic biomarkers for diagnosis of infectious myocarditis: METAsequencing for diagnosis of myoCARDITIS - METACARDITIS). We aim to address the potential for an early non-invasive diagnosis of specific forms of myocarditis based on circulating metabolomic and proteomic markers using metabolomic techniques of blood-derived samples and to test the potential of blood-based testing for replacing the invasive technique of myocardial biopsies. We would use serum samples and endomyocardial biopsies from a large cohort of patients with myocarditis for the analysis.
Dr. Oliver Rohland

Clinician Scientist-Programm 2022
Thema: "Pathogenität der Baktierobilie im Rahmen hepatobiliärer Eingriffe und Abgrenzung zur Besiedlung der Gallenwege durch Analyse des Mikrobioms der Galle bei Patienten mit relevanter Cholangitis im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe"
Zusammenfassung:
Eine Cholangitis ist ein Outcome-relevanter Faktor im Rahmen von hepatobiliären Eingriffen wie Major-Leberresektionen, Lebertransplantationen oder Pankreaskopfresektionen. Die präoperative Konditionierung dieser Patienten ist ein umstrittener Punkt in der Therapie. Bisher zeigten Beobachtungen eine Korrelation von perioperativer Cholangitis und erhöhter perioperativer Morbidität und Mortalität. Jedoch fehlen therapeutische Ansätze für die zielgerichtete Therapie.
Beim beschriebenen Patientenkollektiv ist die Pathogenität von Keimen in der Galle nicht erforscht und auch der Einfluss des Mikrobioms und der bakteriellen Stoffwechselprodukte ist unklar. Im Rahmen dieser Forschungsarbeit sollen die Einflüsse des Mikrobioms auf die perioperative Morbidität und Mortalität und eine Differenzierung zwischen relevanter Cholangitis und avirulenten Besiedlung durch einen Vergleich mit einer gesunden Kontrollgruppe gelingen. Außerdem sollen moderne photonische Untersuchungen angewandt werden um diese Methoden zur prüfen und für den klinischen Alltag zu etablieren. Ein langfristiges Ziel hierbei stellt die Point-of-Care Diagnostik von mikrobiliellen Proben dar.
Dr. Lavinia-Alexandra Steinmann
Clinician Scientist-Programm 2024
Thema: "Der Einfluss hochfrequenter non-invasiver repetitiver transkranieller Magnetsimulation (rTMS) auf das Exekutivnetzwerk bei depressiver Störung mit komorbider Adipositas"
Zusammenfassung:
Depressionen und Adipositas sind hochprävalent in den westlichen Industrienationen und gehen mit einer hohen Krankheitslast einher. Hinzu kommt, dass diese Erkrankungen in einem bidirektionalen Zusammenhang stehen, sich also wechselseitig begünstigen. Depressiv Erkrankte mit komorbider Adipositas haben ein geringeres Ansprechen auf die Standardtherapie mit einem in der Folge ungünstigeren Krankheitsverlauf. In hirnfunktionellen Untersuchungen wurde bei beiden Erkrankungen eine Hypoaktivierung des linken dorsolateralen präfrontalen Kortex (lDLPFC) festgestellt, welches die Zielstruktur der repetitiven transkraniellen Hirnstimulation (rTMS) ist. Der lDLPFC ist ein wichtiger Knotenpunkt des Zentralen Exekutivnetzwerks, welches als kognitives Steuerungssystem wirkt und bei Depressionen eine geringere Aktivität aufweist. Klinisch gibt es Hinweise darauf, dass eine rTMS-Behandlung mit einer Depression einhergehende kognitive Störungen reduziert und zusätzlich auch das Verlangen nach hochkalorischer Nahrung (Food Craving) vermindert. Ziel der vorgestellten Studie ist, die neurobiologischen
Grundlagen der Modulation des lDLPFC durch eine rTMS-Behandlung und Wirkung auf die Funktion des Zentralen Exekutivnetzwerks bei Depressiven mit und ohne Adipositas zu untersuchen.
Dr. Julia Schubert
Clinician Scientist-Programm 2022
Thema: "Effekt von Elektrostimulation und Botulinum-Neurotoxin im Gesicht im telemedizinischen Setting"
Zusammenfassung:
Botulinum-Neurotoxin (BoNT) ist Therapie der Wahl bei Bewegungsstörungen im Gesicht wie beispielsweise der Defektheilung nach peripherer Fazialisparese und Blepharospasmus. Obwohl dies die aktuell beste verfügbare Therapie ist, sehen wir im klinischen Alltag Wirkfluktuationen mit Verkürzung der Dosisintervalle bis hin zum Therapieversagen. Dabei wünschen sich die Patienten meist weniger Injektionsstellen und eine Möglichkeit die Injektionsintervalle zu strecken. Mit der neuromuskulären Elektrostimulation (NMS) betroffener Muskeln gibt es eine potenzielle alternative Therapie, die bereits in Einzelfallberichten als wirksam beschrieben wurde. Wir möchten daher in unserem Projekt die Effektivität der NMS bei Bewegungsstörungen im Gesicht alleine und in Kombination mit BoNT untersuchen. Gerade der additive Effekte, für den es interessante pathophysiologische Rationalen gibt, wurde bisher nicht untersucht. Da unsere klinische Erfahrung zeigt, dass gerade in den ersten Wochen nach Therapiebeginn (z.B. mit BoNT) sehr individuelle Veränderungen der Beschwerden auftreten, wollen wir diese im Rahmen von festen telemedizinischen Videovisiten erfassen und das Therapieregime dementsprechend anpassen. Wir planen eine Studiengröße von insgesamt 120 Patienten, davon 40 Therapie-Naive und 80 mit bestehender BoNT-Therapie mit NMS als Addon oder anstelle der BoNT. Wir beabsichtigen damit eine Therapiealternative bzw. -verbesserung zur etablierten BoNT-Therapie zu entwickeln und gleichzeitig Erkenntnisse über die Pathomechanismen der zugrundeliegende Erkrankung zu gewinnen, die sich auf das große Feld der fokalen / segmentalen Dystonien anwenden lassen. Diese Untersuchung ist in enger Kooperation zwischen der Klinik für Neurologie, der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und dem Fazialis-Nerv-Zentrum Jena (Herr PD G. F. Volk) geplant.
Dr. Paul Schellong-Claaß
Clinician Scientist-Programm 2022
Thema: "Effect of ageing on host metabolism and defense mechanisms in a murine model of Staphylococcus aureus bacteremia."
Zusammenfassung:
Bacteremia with Staphylcocoocus (S.) aureus is a severe infectious disease with a high burden of consecutive morbidity and mortality, which affects predominantly the elderly. S. aureus is the 2nd most isolated pathogen in bloodstream infections. Previous studies of host defense mechanisms in severe bacterial infections showed that maintaining metabolic and parenchymal functional and structural homeostasis represents a key determinant of disease outcome preventing infection-associated organ dysfunction. These studies focused on polymicrobial mostly gram-negative sepsis and were conducted in young animals that are only a poor surrogate for patients. In the BAUCIS study we aim at studying the effect of ageing on organ dysfunction, pathogen load, transcriptional program, and inflammatory as well as metabolic response in young vs. old mice subjected to an experimental model of S. aureus bacteremia. This project will provide new molecular insights in a translational manner studying a clinically very relevant disease entity with state-of-the-art invasive and non-invasive techniques that have not been deployed in this indication before.