
Medical Scientist-Programm 2022
Thema: "Entwicklung metallbasierter Diagnostika für die bildgebende Leberdiagnostik mittels PET/CT und MRT"
Zusammenfassung:
Die Antragstellerin hat radioaktive Gallium-68-Komplexe entwickelt, welche in präklinischen Versuchen eine vielversprechend hohe Leberspezifität und biliäre Exkretion aufwiesen. Somit besitzen diese Verbindungen dezidiertes Potential, als Radiodiagnostika (sog. „Tracer“) in der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) eingesetzt zu werden und zeitlich und räumlich hochaufgelöste Darstellungen der Leber zu erzeugen. Solche PET-Tracer würden eine Alternative zur leberspezifischen MRT darstellen – aktuell das bildgebende Standardverfahren in der Leberdiagnostik – welche einerseits hinsichtlich bestimmter Patientengruppen anwendungslimitiert und andererseits durch den Einsatz schwermetallhaltiger Kontrastmittel (KM) risikobehaftet ist. Durch die IZKF-Förderung sollen mehrere Drittmittelprojekte sowie auch Kooperationen mit der regionalen Pharmaindustrie ermöglicht werden. Diese translational ausgerichteten Projekte beabsichtigen die chemische Modifikation der entwickelten Komplexe mit dem Ziel einer optimierten Pharmakokinetik, die präklinische Evaluation und den Transfer in die pharmazeutische Produktion. Hierbei sollen sowohl Gallium-68 als auch Eisen(III) als signalgebende Metalle verwendet werden, um Leberbildgebung sowohl mit PET-Tracern als auch mit MRT- Kontrastmitteln betreiben zu können.