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Startseite / Klinisches Leistungsspektrum / Strukturelle Herzerkrankungen / Herzklappenerkrankungen

Strukturelle Herzerkrankungen / Herzklappenerkrankungen

Zum Leistungsspektrum unseres Herzklappenzentrums gehören:

Perkutaner (kathetergeführter) Aortenklappenersatz

Die Aortenklappenstenose ist eine häufige Erkrankung des höheren Lebensalters. Ursächlich sind in der Regel altersbedingte Verkalkungen der zarten Taschen der Aortenklappe, welche hierdurch ihre Flexibilität verliert und sich zum zunehmenden Hindernis für den Auswurf von Blut aus der linken Herzkammer in den Körperkreislauf entwickelt. Mit dem Auftreten der ersten Beschwerden ist die Prognose der Erkrankung aufgrund eines hohen Risikos des plötzlichen Herztodes sehr schlecht und eine ärztliche Behandlung erforderlich. Ein sehr schonendes Therapieverfahren ist in dieser Situation der Aortenklappenersatz über die Leistenschlagader („transfemoraler Aortenklappenersatz“ = TAVI).  

Bei diesem Verfahren wird die neue, auf einem sog. Stent (= Metallgeflecht) fixierte biologische Klappenprothese mit Hilfe eines Katheters über eine Leistenschlagader bis zum Herzen vorgebracht und dort implantiert. Die alte, erkrankte Herzklappe wird dabei durch die neue Klappenprothese verdrängt und liefert das Fundament für eine sichere Verankerung der Prothese. Eine Eröffnung des Brustkorbes oder des Herzens oder ein Einsatz der Herz-Lungenmaschine sind nicht notwendig. Auch auf die für viele Patienten oft mit großer Unsicherheit verbundene Vollnarkose kann meist verzichtet werden. Die Dauer des Eingriffs beträgt nur ca. 45 Minuten. In den ersten Stunden nach dem Eingriff wird der Patient kontinuierlich überwacht. Bettruhe ist nur innerhalb der ersten Stunden erforderlich, der Patient darf in der Regel spätestens am nächsten Tag das Bett verlassen. Die Dauer des Krankenhausaufenthaltes nach komplikationslosem Klappenersatz beträgt 5-7 Tage, an die sich nach Wunsch des Patienten eine Rehabilitation anschließen kann. Innerhalb der ersten 6 Monate nach Klappenersatz sollte eine regelmäßige ärztliche Betreuung stattfinden, die in der Regel über unsere Herzklappensprechstunde, auf Wunsch des Patienten aber auch heimatnah durchgeführt wird.

Der kathetergeführte Herzklappenersatz ist nach weltweit inzwischen > 40.000 Implantationen ein etabliertes Verfahren. Aufgrund der bisher fehlenden Langzeitergebnisse ist dieses bislang Patienten mit schwerwiegenden Begleiterkrankungen vorbehalten. Die Methode ist daher besonders geeignet für ältere Patienten bei denen operative Herzklappeneingriffe, wenn überhaupt, nur mit sehr hohem Risiko durchgeführt werden können, beispielsweise (1) Patienten mit ausgeprägten Verkalkungen der Aorta, (2) am Herzen voroperierte Patienten mit schweren Begleiterkrankungen oder Patienten nach einer Tumorbestrahlung im Bereich des Brustkorbs oder (3) ältere Patienten, bei denen aufgrund zusätzlicher Erkrankungen ein hohes Operationsrisiko erwartet werden kann.

Der kathetergeführte Herzklappenersatz ist nach weltweit inzwischen > 40.000 Implantationen ein etabliertes Verfahren. Aufgrund der bisher fehlenden Langzeitergebnisse ist dieses bislang Patienten mit schwerwiegenden Begleiterkrankungen vorbehalten. Die Methode ist daher besonders geeignet für ältere Patienten bei denen operative Herzklappeneingriffe, wenn überhaupt, nur mit sehr hohem Risiko durchgeführt werden können, beispielsweise (1) Patienten mit ausgeprägten Verkalkungen der Aorta, (2) am Herzen voroperierte Patienten mit schweren Begleiterkrankungen oder Patienten nach einer Tumorbestrahlung im Bereich des Brustkorbs oder (3) ältere Patienten, bei denen aufgrund zusätzlicher Erkrankungen ein hohes Operationsrisiko erwartet werden kann.

Unsere Klinik ist als einziges Zentrum in Thüringen durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie als „TAVI-Zentrum“ zertifiziert.

Perkutaner (kathetergeführter) Pulmonalklappenersatz

Dieses schonende Verfahren ermöglicht den Ersatz der Pulmonalklappe ohne Operation mit einem Katheter. Die neue Herzklappe wird über die untere Hohlvene und die rechte Herzkammer bis in die Pulmonalarterie vorgebracht und dort, ähnlich dem perkutanen Aortenklappenersatz, mit Hilfe eines Ballons verankert.

Perkutane Mitralklappenrekonstruktion (Mitraclip)

Patienten mit fortgeschrittenen Herzerkrankungen. Hier besteht die Möglichkeit die nicht ausreichend schließenden Segel der Mitralklappe mit Hilfe einer Klammer („Mitra-Clip“), die über einen Katheter ins Herz eingebracht wird, zu verbinden und somit die Undichtigkeit der Mitralklappe unter Vermeidung einer offenen Herzoperation zu reduzieren.

Ballonvalvuloplastie

Bei Patienten mit einer Aortenklappenstenose oder einer Mitralklappenstenose besteht außerdem die Möglichkeit einer sogenannten Ballonvalvuloplastie, bei der die verengte Herzklappe mit Hilfe eines Ballons geweitet werden kann. Das Verfahren ist in einem kurzen Eingriff mit Hilfe eines über die Leistengefäße eingeführten Katheters durchführbar.

PDF-Version:

Ablauf einer Herzkatheteruntersuchung bei Herzklappenerkrankungen

Prof. Dr. med. P. Christian Schulze
Klinik für Innere Medizin I,
Direktor der Klinik für Innere Medizin I,
Kardiologie, Internistische Intensivmedizin, Angiologie
Am Klinikum 1
07747 Jena

Telefon: 03641 - 9 32 41 01
Fax: 03641 - 9 32 41 02
OA Prof. Dr. med. Sven Möbius-Winkler
Klinik für Innere Medizin I,
Stellvertretender Klinikdirektor,
Leiter des Herzkatheterlabors
Am Klinikum 1
07747 Jena

OA Dr. med. Anas Jano, MHBA
Klinik für Innere Medizin I,
Oberarzt, stellvertretender Leiter des Herzkatheterlabors,
Interventionelle Kardiologie, TAVI-Programm
Am Klinikum 1
07747 Jena

OA Dr. med. Mohammad El-Garhy
Klinik für Innere Medizin I,
Oberarzt,
Strukturelle Herzerkrankungen
Am Klinikum 1
07747 Jena

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