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Neurologie / Ärzte & Zuweisende / Neurologische Zentren / Gedächtniszentrum

Herzlich Willkommen im Gedächtniszentrum!

Anmeldung & Termine
Telefon: 03641 9-325790
Fax: 03641 9-325930
E-Mail:

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag
09.00-12.00 und 13.00-15.00 Uhr

Bitte beachten Sie, dass Rezepte auschließlich schriftlich bestellt werden können. Bitte bestellen Sie hier.

Bitte laden Sie sich hier die Einwilligungserklärung für die Telefonsprechstunde herunter: Einwilligungserklärung

Den Termin beim Arzt vergessen, im Gespräch den Faden verlieren und schon wieder den Schlüsselbund suchen?

Wir können Ihnen helfen, wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie oder ein Angehöriger an einer Beeinträchtigung des Gedächtnisses leidet.

Vermutlich gehen Ihnen viele Fragen durch den Kopf:

    • Sind das noch normale Alterserscheinungen?
    • Welche anderen Erkrankungen können Gedächtnisprobleme hervorrufen?
    • Was ist eigentlich Demenz?
    • Wie kann man die Diagnose stellen, und was kann man tun, wenn man selber betroffen ist?
    • Wie verhalte ich mich als Angehöriger?
    • Was kommt auf mich zu, welche Schritte muss ich als nächstes tun?

Auf alle Ihre Fragen und Sorgen werden wir gemeinsam eine Antwort zu finden!

Unser Zentrum wird als Kooperation der Kliniken für Neurologie und Psychiatrie des Universitätsklinikums Jena betrieben. In unserem Gedächtniszentrum erhalten Patienten Hilfe in Form von umfassenden Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, sowie Beratungsangebote durch ein interdiszipinäres Team aus den Bereichen Neurologie, Psychatrie, Neuropsychologie, Ergotherapie und Sozialarbeit.

Welche Patienten können wir behandeln?

Patienten, die sich Sorgen um Ihr Gedächtnis und ihre kognitive Leistungsfähigkeit machen, weil

  • immer wieder Termine, Gesprächsinhalte oder kurz zurückliegende Ereignisse vergessen werden
  • immer häufiger z.B. Schlüssel oder Geldbörse verlegt werden
  • Personen oder Dinge nicht mehr benannt werden können, „die richtigen Worte fehlen“
  • Schwierigkeiten bestehen, sich in einer fremden Umgebung zurechtzufinden
  • gehäuft Fehler im Alltag passieren
  • nachlassendes Interesse an Arbeit, Hobbys und Kontakten auftritt

siehe Diagnostik und Behandlung

 

Patienten mit bekannter Diagnose zur Weiterbehandlung

siehe ambulante Weiterbehandlung

Warum ist es wichtig, Gedächtnisprobleme frühzeitig abzuklären?

Störungen des Gedächtnisses, der Konzentration und Wortfindungsprobleme sind für viele Betroffene mit der Angst vor einer beginnenden Demenzerkrankung verbunden.

Tatsächlich gibt es viele mögliche Ursachen für diese kognitiven Probleme, so können sie auch im Rahmen anderer Erkrankungen, wie z.B.

  • Diabetes mellitus,
  • Schilddrüsenerkrankungen,
  • Schlaganfall,
  • Morbus Parkinson

u.a. auftreten. Viele dieser Erkrankungen sind behandelbar und eine Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit ist oftmals möglich.

Zudem ermöglichen unsere Untersuchungen die Unterscheidung zwischen "altersgemäßer" normaler Vergesslichkeit und einem krankhaften Nachlassen des Gedächtnisses.

Im Falle einer Demenzerkrankung können Medikamente ein rasches Fortschreiten der Erkrankung teilweise bremsen. Wir ermitteln anhand sorgfältiger Untersuchungen die Ursache Ihrer Gedächtnisstörung und können Ihnen durch eine frühzeitige diagnostische Abklärung eine optimale und gezielte Therapie ermöglichen.

Diagnostik und Behandlung

Wir bieten Ihnen

  • Ausführliches ärztliches Gespräch
  • Untersuchungen
    • Ausführliches ärztliches Gespräch
    • Befragung Angehöriger
    • Neuropsychologische Untersuchung 
    • Neurologische Untersuchung
    • Laborchemische Untersuchungen
    • Hirnstromuntersuchung (EEG)
    • Elektrophysiologische Nerven- und Muskeluntersuchungen
    • Nervenwasseruntersuchung (Lumbalpunktion)
    • Ultraschalluntersuchung der Kopf- und Halsgefäße
    • Bildgebende Diagnostik: Computertomographie (CT),  Magnetresonanztomographie (MRT) und Positronen-Emissions-Tomographie (PET)
  • Behandlungen nach individuellem Bedarf
    • Ergotherapie mit Hirnleistungstraining
    • Neuropsychologisches Computertraining
    • Medikamentöse Behandlung
  • Beratung
    • Informationen über weitere Hilfs- und Beratungsangebote
    • Sozialmedizinische Beratung 
    • Angehörigenschulung
  • Ambulante Weiterbehandlung und Verlaufskontrolle

Ablauf der ersten Untersuchung

Bei der erstmaligen tagesklinischen Vorstellung erfolgen mit Ihnen ein ausführliches ärztliches Gespräch zur aktuellen Lebenssituation und Ihren Beschwerden sowie eine neuropsychologische Untersuchung zu Ihrer geistigen Leistungsfähigkeit hinsichtlich Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Sprache, problemlösendes Denken und Konzentration.

Bitte kommen Sie in Begleitung eines Angehörigen, da für uns die Angaben eines nahestehenden Angehörigen sehr wichtig sind.
 

Was brauchen Sie für den ersten Termin im Gedächtniszentrum?

  • Einweisungsschein zum teilstationären Aufenthalt Ihres Haus- bzw. Facharztes
  • Krankenversichertenkarte
  • Aktueller Medikamentenplan
  • Brille/ Hörgerät
  • Wenn vorhanden aktuelle Befunde von bildgebenden Untersuchungen des Kopfes (CT oder MRT), wenn möglich auf CD

Sollte sich im Rahmen dieser ersten Untersuchungen Hinweise auf eine Hirnleistungsstörung ergeben, besprechen wir mit Ihnen die weitere Vorgehensweise, Therapiemöglichkeiten und ob eine weitere Abklärung im Rahmen einer Gedächtniswoche (siehe unten) erforderlich ist.

Gedächtniswoche - Differentialdiagnostik

Falls sich bei der erstmaligen tagesklinischen Vorstellung Hinweise auf eine Hirnleistungsstörung ergeben, findet im Rahmen unserer Gedächtniswoche eine differential diagnostische Abklärung Ihrer Beschwerden statt.

Die Gedächtniswoche findet von Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr in den Räumlichkeiten des Gedächtniszentrums statt. Der Aufenthalt beinhaltet ein individuell abgestimmtes Programm mit:

  • Gesprächen,
  • weiterführenden Untersuchungen und
  • Therapien.

Parallel bieten wir für Ihre Angehörigen eine Schulung an. In dieser werden unter anderem Informationen zu Demenzerkrankungen, zum Umgang mit dem Betroffenen und Leistungen der Pflegeversicherungen vermittelt.

Am letzten Tag findet ein ausführliches Auswertungsgespräch statt, Sie werden sowohl über die Untersuchungsergebnisse als auch über Ihre Therapiemöglichkeiten informiert.

Ergotherapie

Im Rahmen der Ergotherapie werden in kleinen Gruppen themenbezogen Aufgaben aus dem Alltag in der Familie, im Haushalt, auf Reisen und aus der Erwerbsbiografie ohne Leistungs- und Zeitdruck erarbeitet.

Ziele

  • Kommunikation fördern und Eigenständigkeit erhalten
  • Ausdauer und Konzentrationsspanne erweitern
  • Lese- und Schreibfähigkeiten stabilisieren
  • fantasievolles Denken und Handeln unter Einbezug aller Sinne fördern
  • Merkstrategien üben und ausprobieren

 

 

Sozialmedizinische Beratung und Angehörigenschulung

Wir können Sie und Ihre Angehörige zu folgenden Themen beraten:

  • Leistungen der Pflegeversicherung
    • u.a. Pflegegeld und -sachleistungen, Kurzzeit- und Verhinderungspflege
  • Vorsorgeregelungen
    •  Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung
  • Beantragung eines Pflegegrades und Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK)
  • Vermittlung zu wohnortnahen Unterstützungsmöglichkeiten
    • u.a. Seniorenbegegnungsstätten, Tagespflegen, Selbsthilfegruppen und Vereine
  • Information und Beratung zur Pflege eines Angehörigen mit Demenz
    • Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten/ Konflikten
    • alltagspraktische Tipps
  • Hilfsmittel
    • Pflegehilfsmittel, Hausnotrufsysteme u.a.
  • Bei Bedarf bieten wir Hausbesuche an

Angehörigenschulung

Wir möchten pflegende Angehörige von Menschen mit einer Erkrankung des Gedächtnisses in Ihrem Alltag unterstützen und die Lebensqualität sowohl der Erkrankten als auch der Angehörigen verbessern. Der Kurs vermittelt Ihnen praxisnah Handlungsmöglichkeiten um die Krankheit zu verstehen, zu akzeptieren und alltägliche Situationen besser zu meistern, sowie Ihre eigene Gesundheit zu erhalten.

Der Kurs findet in einer kleinen Gruppe statt und bietet einen Informations- und Erfahrungsaustausch zu:

    • Demenzformen, Verlauf, Symptome
    • Gefühlswelt des Erkrankten besser verstehen
    • Tipps im Umgang für
      • den Alltag
      • die Kommunikation und
      • hinsichtlich Beschäftigungsmöglichkeiten
      • Konfliktsituationen
    • Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige
    • Information über weitere Hilfs- und Beratungsangebote
    • Beratung bei sozialen, rechtlichen und finanziellen Problemen

Die Teilnahmegebühr von 128€ wird in der Regel nach Einreichen der Teilnahmebescheinigung von den Pflegekassen erstattet.

Was bieten wir Patienten, bei denen eine Demenz bekannt ist?

Weiterbehandlung

Auch nach gestellter Diagnose bleiben Sie nicht auf sich allein gestellt und wir sind für Sie da. In Nachsorgeterminen werden Ihr Krankheitsverlauf beobachtet, die Therapiewirksamkeit überprüft und gegebenenfalls weitere Maßnahmen mit Ihnen gemeinsam besprochen.

Unsere Behandlung umfasst:

  • Beginn und Wiederverordnung medikamentöser und nicht-medikamentöser Therapien (u.a. Ergotherapie)
  • Fortführung der ambulanten Weiterbetreuung mit Verlaufskontrollen
  • Beratung durch unseren Sozialdienst

Ihre Ansprechpartner

Unser Zentrum wird als Kooperation der Kliniken für Neurologie und Psychiatrie des Universitätsklinikums Jena betrieben und die Diagnosefindung erfolgt in einem interdisziplinären Team aus den Bereichen Neurologie, Psychiatrie, Neuropsychologie, Ergotherapie und Sozialarbeit.

Dr. med. Ha-Yeun Chung, M.Sc.
Oberarzt,
Ärztliche Leitung Gedächtniszentrum,
Facharzt für Neurologie
ha-yeun.chung(at)med.uni-jena.de
Prof. Dr. phil. Kathrin Finke
Psychologische Leitung Gedächtniszentrum,
Arbeitsgruppenleiterin Neurokognition im Alter
kathrin.finke(at)med.uni-jena.de
Telefon: 03641 9 32 34 74
B.Sc. Lydia Clauß
Gedächtniszentrum,
Sozialarbeiterin,
B.Sc.-Pflegemanagement
Lydia.clauss(at)med.uni-jena.de
Telefon: +49 3641 9-325787
Dr. med. Yilin Linda Ma
Klinik für Neurologie,
Assistenzärztin
Dr. med. Rita Musleh
Klinik für Neurologie,
Assistenzärztin
Silke Raschke
Klinik für Neurologie,
exam. Krankenschwester

Telefon: +49 3641 9-325790
Silke Schöttler
Klinik für Neurologie,
Arztassistentin

Telefon: +49 3641 9-325790
Dr. med. Friederike Schulze-Hartung
Klinik für Neurologie,
Assistenzärztin
M.Sc.-Psych. Annie Srowig
Klinik für Neurologie,
Neuropsychologin

M.Sc.-Psych. Isabelle Utech
Klinik für Neurologie,
Neuropsychologin

Kathleen Wunderwald
Klinik für Neurologie,
Ergotherapeutin

Studie: Geistig fit bis ins höhere Alter

Geistig fit bis ins höhere Alter: Gesunde Studienteilnehmende ab 50 J. gesucht!

Liebe Interessierte,
für eine Studie zum Thema geistige Fitness im Alter an der Klinik für Neurologie suche ich gesunde Personen, um sie mit Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung zu vergleichen.

Gesucht sind:
- Gesunde Erwachsene ab 50 Jahren
- ohne neurologische oder psychiatrische Vorerkrankungen

In unserer Studie nehmen Sie an einer kognitiven Testung teil, die verschiedene Aufgaben zur Überprüfung der Gedächtnisleistung und weiterer kognitiver Funktionen umfasst. Die Daten werden in pseudonymisierter Form genutzt. Die Testung wird max. eine Stunde dauern und findet an einem Termin in Jena Lobeda statt. Für Ihre Teilnahme bekommen Sie eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 10€.

Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören!

Kontakt:
Ekaterina Kushnereva, M.Sc.
Tel.: 03641 - 9 323 531
Mail:

wecare – TEAM-Projekt

Das wecare-TEAM-Projekt richtet sich an Menschen mit einem erhöhten Risiko für Gedächtnisstörungen und weiteren kognitiven Abbau. Ziel ist es, moderne Diagnostik, Prävention und Nachsorge auch auf dem Thüringer Land verfügbar zu machen – unterstützt durch digitale und telemedizinische Ansätze.

Unsere Ziele

  • Tablet-Screening zur Früherkennung von Gedächtnisstörungen
  • Aktivierung durch digitales spielerisches kognitives Training für Zuhause
  • Digitale Testungen per App im häuslichen Umfeld
  • Aufbau eines sektorenübergreifenden Netzwerks zur Prävention von Demenzerkrankungen

Wir suchen
Personen ab 55 Jahren, die mit einem Gedächtnis-Check am Tablet ihr Gedächtnis und ihre allgemeine Hirnleistungsfähigkeit testen wolllen.

  • Dauer: 30 Minuten
  • Ort:Diakoniestützpunkt in Blankenhain (Kirchstr. 10, 99444 Blankenhain; Ansprechpartner: N. Telle-Schröter: 0151/52665022 und ) oder bei weiteren Partnern vor Ort (Sozialpsychiatrischer Dienst der Stadt Gera, Gesundheitskioske im Unstrut-Hainich-Kreis und Programm Agathe des Ilm-Kreises: Ansprechpartner: C. Hermann
  • Voraussetzungen: Sie haben keine Demenzdiagnose und keine schwerwiegenden neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen

Olaf Ludwig hat sich testen lassen, machen Sie auch mit!

Warum teilnehmen?
Mit einem kurzen Test am Tablet wird erfasst, ob ihre Gedächtnisleistung und weitere wichtige Fähigkeiten altersgemäß sind. Falls sich Auffälligkeiten zeigen sollten, bieten wir Ihnen die Teilnahme an einem gezielten digitalen Training per App, mit dem Sie selbst Ihr Gedächtnis und ihre Aufmerksamkeit stärken können.

Weiterer Ablauf:
Die Teilnehmenden erhalten einen Brief mit der Rückmeldung zu ihren Ergebnissen. Liegt ein auffälliger Befund vor, ist dem Schreiben zudem ein Dokument beigefügt, mit dem Sie sich an Ihre Hausärztin bzw. Ihren Hausarzt wenden können. Im Anschluss bieten wir Ihnen eine ausführliche Abklärung am Gedächtniszentrum des Universitätsklinikums Jena an sowie bei Bedarf die Anbindung an das Gedächtniszentrum (Teilnahme an einer Gedächtniswoche, Folgeuntersuchungen, sozialmedizinischer Beratung,  Angehörigenschulungen) und die Möglichkeit der Nutzung eines kognitiven Training per App.

Projektleitung und Partner
Das Projekt wird von Prof. Dr. Kathrin Finke und PD Dr. med. Stefan Brodoehl in Zusammenarbeit mit MEYTEC GmbH, Synaptikon GmbH, der Diakoniestiftung Weimar – Bad Lobenstein, dem Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes der Stadt Gera, den Gesundheitskiosken im Unstrut-Hainich-Kreis und dem Programm Agathe des Ilm-Kreises durchgeführt.

Kontakt
Universitätsklinikum Jena – Klinik für Neurologie
Ekaterina Münch
Sc. Psychologin/ Wissenschaftliche Mitarbeiterin Projekt TEAM
Tel.: 03641-9323531
E-Mail:

 
 
 
 
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