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Neurologie / Patienten & Angehörige / Informationen für Patienten & Angehörige

Informationen für Patienten & Angehörige

Häufige Fragen (FAQ)

Anmeldung Erscheinen Sie bitte pünktlich zu Ihrem vereinbarten Termin. Der Anmeldetresen der Neurologischen Ambulanz befindet sich im Bereich C3 (Lageplan). Bitte ziehen Sie links neben der Neurologischen Anmeldung ein Ticket und warten Sie, bis Sie aufgerufen werden.
Befunde Befunde werden i.d.R. an den überweisenden Arzt, mitbehandelnde Ärzte und auf Wunsch auch an den Patienten geschickt. Die Anforderung von Befunden erfolgt bevorzugt per Fax an 03641 - 9 323 402, per Email an oder telefonisch unter 03641 - 9 323 421.
Rezept Rezepte können nur schriftlich per Post, per Fax oder per Email angefordert werden. Sie können hierzu unser Rezeptanforderungsformular nutzen. 
Termine Die Terminvereinbarung erfolgt bevorzugt per Email an oder per Fax an 03641 - 9 323 452. Telefonisch stehen Ihnen die Mitarbeiter zwischen 9:00 und 14:30 Uhr für Rückfragen ebenfalls zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass Sie eine Überweisung von Ihrem behandelnden Arzt benötigen.
Sprechzeiten Die Allgemeine Neurologische Ambulanz ist täglich (ausgenommen Feiertage und Wochenenden) von 8:00 bis 15:00 Uhr besetzt. Die Sprechzeiten in unseren Spezialambulanzen und Zentren finden Sie auf den jeweiligen Unterseiten.
Unterlagen Bitte bringen Sie zu Ihrer Erstvorstellung alle Ihnen vorliegenden ärztlichen Unterlagen (Briefe, CT-/MRT-Bilder, Laborwerte etc.) mit.
Tagesklinik In der Neurologischen Tagesklinik bieten wir eine teilstationäre Aufnahme an. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website der Tagesklinik.
Angehörige Angehörige oder andere Betreuungspersonen können zum Termin gern mitkommen. In einzelnen Fällen ist die Fremdanamnese durch eine betreuende Person empfehlenswert.
Parkticket Wenn Sie im Parkhaus parken, können Sie Ihr Ticket im Erdgeschoss an den Kassenautomaten entwerten.

Ambulante Behandlung

Ambulante Vorstellung

In der Klinik für Neurologie werden Krankheitsbilder aus dem gesamten Spektrum neurologischer Erkrankungen behandelt. Neben einer allgemeinen neurologischen Ambulanz, bieten wir verschiedene neurologische Spezialambulanzen an. Ambulante Behandlungen führen wir nur nach vorheriger Terminvereinbarung durch.

Bitte vereinbaren Sie Ihre Termine bevorzugt per Fax oder E-Mail

Fax:      +49 3641 9-323 452

E-Mail: 

Für Rückfragen stehen wir Ihnen auch gern telefonisch unter +49 3641 9-323 450 zur Verfügung.


Website Allgemeine neurologische Ambulanz

Website Neurologische Spezialambulanzen

Privatambulanz

Die Oberärzte der Klinik für Neurologie erbringen ambulante privatärztliche Leistungen. Alle in der Privatambulanz tätigen Ärztinnen und Ärzte diagnostizieren und behandeln das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, bei sehr speziellen Fragestellungen oder Krankheitsbildern den jeweiligen Experten zu konsultieren.

Die Terminvereinbarung erfolgt montags bis freitags zwischen 9:00 und 12:00 Uhr über das Sekretariat, Frau I. Eichelberger:

Tel.:     +49 3641 - 9 323 401
Email: 


Stationäre Aufnahme

Aufnahme

Krankenakten
Um Ihren Behandlungsablauf so reibungslos wie möglich zu gestalten, bitten wir Sie, neben der Einweisung und der Krankenversicherungskarte, evtl. vorhandene Krankenunterlagen (Briefe, Röntgenbilder, CT-/MRT-Aufnahmen etc.) mitzubringen. Denken Sie bitte auch an Medikamente und Therapiepläne, falls vorhanden.

Aufenthalt

Besuchszeiten
In der Klinik gelten keine generellen Besuchszeiten. Wir möchten die Besucher allerdings bitten, Rücksicht auf den Gesundheitszustand des Patienten und des Bettnachbarn zu nehmen, an Ruhezeiten zu denken und die Besuchsdauer zu begrenzen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es im Rahmen ärztlicher oder pflegerischer Maßnahmen nötig sein kann, die Besucher kurzzeitig aus dem Zimmer zu bitten.

Blumen
Aus hygienischen Gründen möchten wir Sie bitten, keine Topfpflanzen im Patientenzimmer aufzustellen. Schnittblumen sind willkommen.

Radio/Fernsehen/Telefon
Alle Zimmer sind mit Radio, Fernseher und Telefon ausgestattet. Sie benötigen eine Chipkarte, um alle drei Geräte in Betrieb nehmen zu können. Diese erhalten Sie am Automaten (in der Magistrale am Infostand) gegen Hinterlegung einer Pfandgebühr. Dort können Sie auch gegen eine geringe Gebühr Kopfhörer erwerben. Nun können Sie angerufen werden. Wenn Sie selbst Telefonate führen möchten, werden neben der täglichen Grundgebühr über eine Telefonkarte Kosten für die anfallenden Gesprächseinheiten erhoben. Nähere Einzelheiten erfragen Sie bitte beim Pflegepersonal.

Wertsachen
In Ihrem Schrank befindet sich ein abschließbares Fach für Wertsachen. Dieses ist allerdings nicht absolut diebstahlsicher, sodass wir Sie bitten möchten, nur Dinge mitzubringen, die Sie wirklich benötigen. Für etwaige Verluste können wir keine Haftung übernehmen. Geben Sie nicht dringend benötigte Wertsachen am besten Ihren Angehörigen wieder mit nach Hause. Bringen Sie bitte keinen teuren Schmuck, Uhren usw. mit in die Klinik.

Seelischer Beistand
Neben Ärzten, Schwestern und Pflegern möchte auch die Klinikseelsorge ihren Beitrag zu Hilfe und Heilung leisten. Eine Kontaktaufnahme ist jederzeit über die Station möglich. Sprechzeiten sind Donnerstags von 17.30 bis 18.30 Uhr, ein Abendgottesdienst findet anschließend um 18.30 Uhr in der Kapelle statt.

Entlassmanagement

Klinik-Sozialdienst
Der Sozialdienst der Klinik für Neurologie steht Ihnen von Mo-Fr von 8.00 bis 14.00 Uhr für Fragen zur Verfügung. Die Mitarbeiterin Frau Wiese (Tel.: 03641 - 9 32 02 91) bemüht sich u.a. um die Einteilung von Rehabilitationsmaßnahmen, eine Vermittlung häuslicher Krankenpflege, Heimunterbringungen sowie um Beratungen in sozialen Fragen.

Stationen

Eine stationäre Betreuung ist bei vielen Erkrankungen unvermeidbar. Während dieser schwierigen Zeit möchten wir unseren Patienten eine optimale medizinische und patientenzentrierte Betreuung bieten.

Die Neurologische Klinik verfügt über 82 Betten zur Versorgung akuter und chronischer Erkrankungen des peripheren und zentralen Nervensystems.

Neben zwei Allgemeinstationen (Station B430 & B440) stehen eine Intensivstation (ITS C310) sowie eine Stroke Unit Verfügung.

Station B430

Die neurologische Allgemeinstation verfügt über 36 Betten. Hier befindet sich auch die Station mit dem Schwerpunkt Bewegungsstörungen und Parkinson.

Kontakt
Pflegestützpunkt: 03641 - 9 32 74 30
MFA (montags bis freitags): 03641 – 9 32 34 16 / - 9 32 35 35

Station B440

Die neurologische Allgemeinstation verfügt über 36 Betten. Hier befindet sich auch die Station mit dem Schwerpunkt Bewegungsstörungen und Parkinson.

Kontakt
Pflegestützpunkt: 03641 - 9 32 74 40
MFA (montags bis freitags): 03641 – 9 32 35 54 / - 9 32 34 07 / - 9 32 35 63

ITS C310

Die neurologische Intensivstation verfügt über 10 Intensiv-/Beatmungsbetten.
 

Ausstattung: 10 Intensivbetten mit modernstem kardiovaskulärem Monitoring

Leistungen (ITS): Versorgung von Patienten mit akut lebensbedrohlichen (neurologischen) Krankheitsbildern und Versagen lebensnotwendiger Organsysteme aufgrund einer Störung des peripheren oder des zentralen Nervensystems. Komplette elektrophysiologische Diagnostik, Sonographie der extra- und intrakraniellen Gefäße; Invasives Neuromonitoring mit Hirndruckmessung. Therapieverfahren: Hypo/Normothermie, Hemikraniektomie, Thrombektomie, Aphereseverfahren bei schweren neuroimmunologischen Erkrankungen (Immunadsorption, Plasmapherese), Tracheotomie.

Stroke Unit

Leistungen (Stroke Unit): Versorgung von Patienten mit perakuten zerebrovaskulären (ischämischen) Erkrankungen; Anwendung spezieller Therapieverfahren (Lysebehandlung, Thrombektomie). Differentielle Ultraschalldiagnostik, kardiovaskuläres Monitoring, Dysphagiediagnostik.

Ausstattung: 8 Stroke-Unit-Betten mit modernstem kardiovaskulärem Monitoring


Weitere Informationen

Klinische Studien

Heutzutage können viele Erkrankungen mit Hilfe von Arzneimitteln und Medizinprodukten erfolgreich behandelt werden. Obwohl schon eine Vielzahl von Medikamenten entwickelt wurden, steht die Medizin vielen Krankheiten auch heute noch relativ machtlos gegenüber.

In der klinischen Forschung werden ständig neue Therapieansätze untersucht. Zur Überprüfung erfolgversprechender Medikamente, bestimmter Behandlungsformen oder medizinischer Interventionen bzgl. ihrer Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit werden klinische Studien durchgeführt. Neben dem Individualnutzen für den einzelnen Patienten ist das Ziel einer klinischen Studie, die medizinische Behandlung zukünftiger Patienten zu verbessern.

Die Teilnahme an klinischen Studien bietet Patienten die Möglichkeit, neue und moderne Therapien zu erhalten, welche bisher noch nicht frei verfügbar sind. Dies ist insbesondere bei Krankheitsbildern wichtig, für die es noch keine wirksame Therapieform gibt. Zusätzlich erfolgt eine intensive Gesundheitsüberwachung, welche im normalen Alltag so nicht möglich ist.

Der breite Einsatz einer medizinischen Behandlung findet immer erst dann statt, wenn aus Voruntersuchungen ausreichend Daten zur Sicherheit vorhanden sind. Wenn Sie an einer Studie teilnehmen, wurde das Medikament also bereits an einer Vielzahl von Patienten überprüft. Alle Studien werden außerdem vor Beginn durch eine unabhängige Ethikkommission bezüglich der Sicherheit überprüft und über den Studienzeitraum überwacht.

Studienteam

Dr. med. Elisabeth Jochmann
Fachärztin für Neurologie,
Klinischer Schwerpunkt: Epilepsie
elisabeth.jochmann(at)med.uni-jena.de
PD Dr. med. Robert Steinbach
Facharzt für Neurologie,
Wissenschaftlicher Leiter des Neuromuskulären Zentrums (NMZ) Jena,
Klinischer Schwerpunkt: Motoneuronerkrankungen
robert.steinbach(at)med.uni-jena.de
Claudia Herzau
Klinik für Neurologie,
Studienschwester

Telefon: 03641 - 9 323 405
Mandy Arnold
Studienschwester
mandy.arnold(at)med.uni-jena.de
Telefon: 03641 9 32 34 88
Cindy Höpfner
Klinik für Neurologie,
Studienschwester

Telefon: 03641 9323424

Asymptomatische Carotisstenose

ACST 2 (surgical trial)
In der ACST2-Studie werden Patienten mit einer asymptomatischen Carotisstenose (mindestens 70% NASCET) entweder mit einer Stentimplantation oder einer operativen Thrombendarteriektomie versorgt zur Behebung der Stenose. Im Verlauf erfolgt zunächst eine sonographische Kontrolle des postinterventionellen/postoperativen Befundes und später eine jährliche Befragung der Patienten hinsichtlich Befinden, Lebensqualität und thrombembolischer Ereignisse für ca. 5 Jahre.

Epilepsie

PROSA-Register
Rekrutierung aktuell möglich.
Ein Register zur Verlaufsbeobachtung der Therapie und des Wiederholungsrisikos von Patienten mit erstmalig aufgetretenem, akut-symptomatischen (also durch eine kurzfristig aufgetretene andere Erkrankung provozierten) Krampfanfall.

PERPRISE
Rekrutierung aktuell möglich.
Eine Beobachungsstudie für Patienten, die Perampanel (=Fycompa) neu zur Therapie ihrer aktiven Epilepsie erhalten.

BRITOBA (geplant)
Rekrutierung voraussichtlich ab Anfang 2021 möglich.
Eine Beobachungsstudie über eine Dauer von 1 Jahr für Patienten, die neu auf Brivaracetam eingestellt werden.

 

Meningitis

MENINT-Register
Rekrutierung aktuell möglich
Registerstudie, im Rahmen derer der die Epidemiologie sowie der Diagnostik- und Therapieverlauf von Patienten mit bakterieller Meningitis über 1 Jahr aus dem in der Regelversorgung durchgeführten Daten nachträglich erhoben werden soll.

 

Neuromuskuläre / Motoneuronerkrankungen

Kontaktaufnahme: Studienteam unter 03641 9323488

Im Studienteam arbeiten Mandy Arnold und Cindy Höpfner als Studienschwestern, und Robert Steinbach, Annekathrin Rödiger, Anne Gunkel, Benjamin Ilse, Annika Voss und Monique Radscheidt als StudienärztInnen unter der Leitung von OA Dr. Grosskreutz. Die Studien finden begleitend zu der spezialambulanten Betreuung der Patienten in der Neuromuskuläre und Motoneuron-Erkrankungen des Startseite statt, die sich der umfassenden Diagnostik, Therapie und Betreuung der Patienten widmen. Wir führen derzeit klinische Studien bei den Krankheitsbildern Amyotrophe Lateralsklerose, Post-Polio-Erkrankung und Myasthenia gravis durch und wenden neue zugelassene und im begründeten Einzelfall Off-Label Therapien bei Patienten z.B. mit genetisch gesicherter 5q Spinaler Muskelatrophie und entzündlichen Neuromuskulären Erkrankungen durch.

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Amyotrophe Lateralsklerose ist eine schwerwiegende neurodegenerative Erkrankung. Betroffene nehmen eine langsam zunehmende Schwäche und Koordinationsstörung wahr, die sich im Mund und Schlundbereich, an den Armen oder an den Beinen zuerst zeigen kann. Diese breitet sich je nach Art der Erkrankung mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, aber meist unaufhaltsam in den ganzen Körper aus, und führt zu erheblichen Einschränkungen und Hilfsbedürftigkeit der Betroffenen. Wenn die Atemmuskulatur mit betroffen ist, ist für ein Überleben zunehmend der Einsatz von Atemhilfen bis hin zur Vollbeatmung notwendig. Wahrscheinlich sind Fehler im Erbgut die Ursache für das vorzeitige Absterben der Motoneurone. Diese steuern die Skelettmuskulatur und erleiden bei ALS einen beschleunigten Alterungsprozess. Bis heute gibt es nur ein schwach wirksames Medikament namens Riluzol, das den Krankheitsverlauf etwas verzögert.

Daher beteiligt sich die Klinik für Neurologie an der Grundlagenforschung zu den Ursachen der Erkrankung, der Erforschung von sicheren Krankheitszeichen, die eine eindeutige Aussage über das Vorliegen und den Schweregrad der Erkrankung ermöglichen, und an klinischen Prüfungen von neuen Arzneimitteln, die in Zukunft ALS besser behandeln könnten (siehe klinische Prüfungen). Im Rahmen der Betreuung in unserer Ambulanz bieten wir unseren Patienten die Teilnahme an allen Forschungsbereichen an. Dies kann z.B. in Form von zusätzlichen Fragebögen, zusätzlichen Blutabnahmen, verlängerten Untersuchungen im MRT, Nervenmessung und eine größere Menge Nervenwasser bei ohnehin notwendigen Nervenwasserentnahmen erfolgen (siehe Beobachtungsstudien).

Klinische Prüfungen zur Wirksamkeit von Medikamenten / Maßnahmen bei ALS

LIPCAL-ALS (hochkalorisch Fettlösung vs. Placebo)

Rekrutierung aktuell möglich

In dieser placebo-kontrollierten multizentrischen randomisierten ALS-Therapiestudie wird die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit einer fett- und kalorienreichen Nahrungsergänzung auf den Verlauf der ALS-Erkrankung untersucht. Die Studie wird unter der Führung der Universität Ulm in mehreren ALS-Zentren/Ambulanzen in Deutschland durchgeführt. Gewichtsverlust ist ein häufiges Symptom und ein ungünstiger prognostischer Faktor für den Krankheitsverlauf. Experimentelle Studien habe positive Effekte auf den Krankheitsverlauf durch erhöhte Fettzufuhr gezeigt, was jetzt in dieser klinischen Studie an ALS-Patienten prospektiv und placebo-kontrolliert untersucht werden soll. Wesentliche Einschlusskriterien sind bei ALS-Patienten eine Krankheitsdauer <36 Monate seit Erstsymptom, eine Vitalkapazität >50% in der Lungenfunktion, Riluzoleinnahme, keine PEG oder Tracheostomie. Die Studiendauer beträgt über 18 Monate für jeden Patienten/in und umfasst initial vierteljährliche, dann halbjährliche Visiten und zusätzliche Telefonkontakte.

Ras-ALS (Rasagilin vs. Placebo)

Rekrutierung abgeschlossen

In dieser placebo-kontrollierten multizentrischen randomisierten ALS-Therapiestudie wird die Sicherheit und Wirksamkeit von Rasagilin als Add-on zur Standardtherapie mit Riluzol unter Leitung der Universität Ulm neben vielen ALS-Zentren/Ambulanzen in Deutschland auch in Jena durchgeführt. Diese Medikament zeigte bei der Parkinsonkrankheit eine verlangsamte Krankheitsprogression, so dass aufgrund der Gemeinsamkeiten in den Grundmechanismen der Parkinson- und ALS-Erkrankung die Hypothese aufgestellt wurde, dass Rasagilin auch bei der ALS neuroprotektive Eigenschaften aufweisen kann, was in dieser klinischen Studie überprüft wird. Patienten nehmen das Studienmedikament über 18 Monate ein und werden regelmäßig klinisch evaluiert. Die Studie wird durch finanzielle Mittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie Zuwendungen des forschenden Arzneimittelunternehmens TEVA unterstützt.

NOG112264 (intravenöses Ozanezumab vs. Placebo)

Studie abgeschlossen

In dieser internationalen Studie wird Ozanezumab untersucht, ein gentechnisch hergestellter Antikörper gegen das körpereigene Protein „Nogo-A“, das die Nervenaussprossung im menschlichen Organismus hemmt und somit einen wichtigen Kompensationsmechanismus bei der ALS behindert. Durch die Gabe des Antikörpers sollen die Anpassungsprozesse verbessert und dadurch das Voranschreiten der ALS-Erkrankung gemildert werden. Dazu erfolgten 14-tägige Infusionen über einen Zeitraum von 12 Monaten. Diese Studie ist in Deutschland zwar sehr schnell abgeschlossen worden, in anderen Ländern aber erst später, so dass bislang leider noch keine Ergebnisse bekannt sind und auf die abschließende Auswertung gewartet werden muss.

Beobachtungsstudien zu Verbesserung der Diagnostik und Monitoring bei ALS

JENALS

Querschnitts-Studie zur Analyse von Biomarkern bei Motoneuronerkrankungen. Dabei wird einmalig eine detaillierte Untersuchung der klinischen Symptomatik zusammen mit neuropsychologischen Fragebögen, Nervenmessungen, MRT-Untersuchung und Nervenwasser-Spezialuntersuchungen durchgeführt um bestimmte Krankheitsmarker zu identifizieren.

PYRAMID (PhenotYpe Research in ALS ModIfier Discovery)

Verlaufs-Studie zur Krankheitsklassifikation und Untersuchung krankheitsmodifizierender Parameter zwischen rasch und langsam progredienten ALS-Patienten. Dabei werden die Untersuchungen der JENALS-Studie in 3 bis 6 monatlichen Abständen über eine Zeitdauer bis zu 2 Jahren wiederholt.

JERN (Jenaer ERNährungsstudie)

Untersuchung des Fettstoffwechsels von ALS-Patienten in Abhängigkeit der Ernährungs-gewohnheiten. Dabei werden über eine Woche die genaue Nahrungsmittelzufuhr bei ALS-Patienten dokumentiert und wiederholt entsprechende Blutproben analysiert.

SOPHIA (Standardization OPtimization and Harmonization In ALS)

Internationales Netzwerk mit Ringversuchen zur Qualitätssicherung, bei der alle 6 Monate verschiedene Biomarker einschließlich MRT-Untersuchungen untersucht werden.

ONWEBDUALS

Prospektive epidemiologische Studie mit einmaliger ausführlicher Klassifikation der ALS-Patienten im Rahmen internationaler Partner.

Post-Polio-Syndrom

Klinische Prüfungen zur Wirksamkeit von Medikamenten 

IG1104 (intravenöse Immunglobuline vs. Placebo)

Rekrutierung aktuell möglich

In dieser internationalen Studie wird placobo-kontrolliert, randomisiert die Wirksamkeit und Verträglichkeit von intravenösen Immunglobulinen (Flebogamma 5%) bei Patienten mit Post-Polio-Syndrom untersucht. Da begleitende Entzündungsprozesse in der Ausbildung des Post-Polio-Syndroms eine Rolle spielen sollen, wird der immun-modulatorische Effekt der Immunglobuline als möglicher Angriffspunkt der Erkrankung gesehen. Primärer Endpunkt der Studie ist die Verbesserung der Gehstrecke über einen Zeitraum von 2min, so dass als wesentliches Einschlußkriterium bei den Post-Polio-Patienten eine erhaltene Gehfähigkeit mit Hilfsmitteln Voraussetzung ist. Im Rahmen der Studie erfolgen IVIG-Infusionen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen alle 4 Wochen über einen Zeitraum von 12 Monaten und eine 6-monatige Nachbeobachtungsphase. Diese Studie wird von Grifols initiiert und finanziert.

Myasthenia Gravis

Klinische Prüfungen zur Wirksamkeit von Medikamenten 

Rekrutierung  abgeschlossen


Grifols GTI1408

EU-CTR - EU Clinical Trials Register 2014-003997-18

Multizentrische, randomisierte, Placebo-kontrollierte, doppelblinde Phase II-Studie mit humanen Immunglobulin Gammunex 10% versus Placebo bei der Behandlung von Patienten mit moderater-schwerer, generalisierter, Myasthenia gravis als Standard-of-Care-Therapie Pat. mit generalisierter Myasthenia gravis, Ach-Rez.-AK positiv, moderate-schwere Symptomatik (QMG > 10)

Behandlung: IVIG vs. Placebo als Infusionstherapie alle 3 Wochen über 24 Wochen.

Zu Beachten: Keine Änderung der immunsuppressiven und/oder Kortikosteroid-Therapie während der Studie. Keine Änderung der Acetycholinesterase-Hemmer-Dosierung während der Studie.

Beginn: Dezember 2016

Multiple Sklerose

CONFIDENCE (Beobachtungsstudie)
Rekrutierung aktuell möglich.
Hierbei handelt es sich um eine Beobachtungsstudie mit einem Beobachtungszeitruam über 10 Jahre bei Patienten unter Therapie mit Ocrelizumab, Alemtuzumab, Cladribin, Dimethylfumarat, Fingolimod, Natalizumab oder Teriflunomid. Hierdurch soll langfristig die Sicherheit und Wirksamkeit von Ocrelizumab im Therapiealltag erhoben werden.

EMMA
Rekrutierung aktuell möglich.
Phase III-Studie zur Eskalationstherapie bei MS-Schub. Patienten, die eine Schubtherapie mit insgesamt 2,5g bis 5 g Cortison vor mindestens 7 Tagen erhalten haben können in dieser Studie teilnehmen und erhalten nach einer zufälligen Zuordnung in die 2 Therapiegruppen die Chance bereits als erste Eskalationsstufe eine Immunadsorption (=Herauswaschen von Antikörpern aus dem Blut) zu erhalten, während die 2. Hälfte der Patienten die zumeist übliche Eskalationstherapie mit weiteren insgesamt 10g Cortison erhält.

Musette/Gavotte (geplant)
Rekrutierungsbeginn voraussichtlich Anfang 2021
Es handelt sich um eine Phase-III-Studie für Patienten mit primär-progredienter MS und schubförmig-verlaufender MS, in welcher die bereits etablierte Therapie mit dem halbjährlich über die Vene verabreichtem Antikörper Ocrelizumab in höherer Dosierung als der bisher üblichen hinsichtlich der Frage einer besseren Wirksamkeit untersucht werden soll.

CLARION (Beobachtungsstudie)
Mavenclad® (Cladribin) und Gilenya® (Fingolimod)
Mithilfe der Daten aus dieser Beobachtungsstudie soll mittels halbjährlicher Erfassung von im Rahmen der klinischen Routine erhobenen Nebenwirkungen über einen Gesamtzeitraum von 10 Jahren ein Langzeitsicherheitsregister für die Behandlung mit Mavenclad® erstellt werden.

TAURUS-II (Beobachtungsstudie)
Aubagio® (Teriflunomid)
Rekrutierung aktuell möglich
TAURUS-II ist eine Beobachtungsstudie zur Beurteilung der Wirksamkeit, Lebensqulität und Verträglichkeit bei Patienten, die eine Therapie mit Teriflunomid beginnen. Der Beobachtungszeitraum beträgt 2 Jahre.

PROFILE (Beobachtungsstudie)
Rekrutierung aktuell möglich
PROFILE ist eine Beobachtungsstudie, in der Patienten verschiedenen Profilen mit spezifischem medizinischem Bedarf zugeordnet werden, um verschiedene Therapiesituationen in der aktuellen Behandlung der MS darzustellen. Der Beobachtungszeitraum beträgt 1 Jahr.

RETRO-PPMS (Beobachtungsstudie)
Rekrutierung aktuell möglich
RETRO-PPMS ist eine Beobachtungsstudie mit retrospektiver Untersuchung der unterstützenden Pflegemaßnahmen und medizinischen Behandlungen bei Patienten mit PPMS. Hierfür ist eine einmalige Visite vorgesehen.

 

Polyneuropathie

TRAM
Rekrutierung aktuell möglich
Im Rahmen der TRAM erfolgt eine einmalige Blutuntersuchung unter der Frage einer erblich bedingten Eiweißspeichererkrankung (hereditäre transthyretin-assoziierte Amyloidose), die in seltenen Fällen eine Ursache für unklare Polyneuropathien oder Herzmuskelerkrankungen sein kann. Bei positivem Nachweis steht eine bereits zugelassene Therapieoption im Rahmen der regulären Versorgung zur Verfügung.

 

Schlaganfall

CLEARANCE (klinische Studie)

CLEARANCE (klinische Studie)
Rekrutierung aktuell möglich
Randomized Comparison of interventional cLosure of the lEft atrial Appendage using a LAA closure device versus oRal Anticoagulation therapy in patients with Non-valvular atrial fibrillation and status post intraCranial blEeding

Die CLEARANCE Studie ist eine prospektive, randomisierte, multizentrische, multinationale Studie. Ziel ist, ob Patienten mit Zustand nach Hirnblutung und Vorhofflimmern einen größeren Nutzen haben, wenn das linke Vorhofohr mit einem Occluder verschlossen wird (im Vergleich zu den Patienten, welche eine orale Antikoagulation erhalten).

Die Studie wird in enger Kooperation mit der Klinik für Neurologie und der Klinik für Neurochirurgie des UKJ durchgeführt und durch die Firma Boston Scientific mit 4,4 Mio € unterstützt. Die Studienkoordination liegt beim Zentrum für klinische Studien Jena.

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. med. Sven Möbius-Winkler (UKJ, Klinik für Kardiologie)
Prof. Dr. med. P. Christian Schulze (UKJ, Klinik für Kardiologie)
Dr. med. Albrecht Günther (UKJ, Klinik für Neurologie)
PD Dr. med. Albrecht Waschke (Rhön Klinikum Bad Neustadt, Klinik für Neurochirurgie)

Weitere Informationen:
https://www.uniklinikum-jena.de/kim1/Forschung+_+Wissenschaft/Klinische+Forschung/CLEARANCE.html
www.clearance-trial.de

Anfragen für Einweiser:
Telefon Studienteam: 03641-9-324156
Rückfragen Neurologie: 03641-9-323484

RASUNOA (Beobachtungsstudie)

Schlaganfall bei Vorhofflimmern

RASUNOA (Beobachtungsstudie)
Rekrutierung aktuell möglich

RASUNOA ist eine Beobachtungsstudie zur Erfassung des Managements von Patienten mit Schlaganfällen und Vorhofflimmern. Aktuell werden nur noch Patienten mit Hirnblutungen unter oraler Blutverdünnung mit Falithrom zum Einschluss in die Studie gesucht.

CLOSURE-AF (klinische Studie)

Vorhofohrverschluss bei Vorhofflimmern

CLOSURE-AF (klinische Studie)
Rekrutierung aktuell möglich

Die CLOSURE-AF Studie ist eine prospektive, randomisierte, multizentrische Studie. Ziel ist der Vergleich des perkutanen Verschlusses des linken Vorhofohres mit einer medikamentösen Standardtherapie bei Patienten mit Vorhofflimmern und hohem Schlaganfall- und Blutungsrisiko. (Studienzentrum der Kardiologie)

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