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Leistungssportlerinnen und Leistungssportler in der DDR

Ansprechpartnerin

  • Frau Annemarie Bierstedt, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Rostock

Thema und Fragestellung

Neben den komplexen physischen, psychischen und psychosomatischen Folgen des DDR-Staatsdopings sind die Wechselwirkungen mit den Trainingsbedingungen und Machtstrukturen innerhalb des DDR-Leistungssportsystems sowie den damaligen Lebensbedingungen auch innerhalb der Herkunftsfamilie entscheidend an der Genese körperlicher und psychischer Belastungen und Erkrankungen ehemaliger DDR-Leistungssportler*innen beteiligt. Der Forschungsstand dazu ist unzureichend.

Es soll daher untersucht werden, welchen Einfluss der DDR-Leistungssport als Institution mit all seinen Bedingungen und Rahmungen auf das weitere Leben der Athlet*innen hat.

 

Methodisches Vorgehen

  1. Rekrutierung der Zielgruppe: Leistungssportler*innen der ehemaligen DDR, mit und ohne anerkannte Dopingerfahrung
  2. Durchführung von qualitativen Interviewgesprächen
  3. Rekonstruktion von Lebensgeschichten und Bildung bestimmter „Typen“ mittels eines qualitativen Forschungsansatzes
  4. Darauf aufbauend die Entwicklung spezialisierter Beratungs- und Behandlungskonzepte für ehemalige DDR-Leistungssportler*innen und Betroffene des DDR-Staatsdopings

Veröffentlichungen

  • Bierstedt, A., Flemming, E., Krogmann, D., & Spitzer, C. (2024). DDR-Leistungssportler:innen und Staatsdoping. In: B. Strauß, J. Frommer, G. Schomerus, & C. Spitzer (Hrsg). Gesundheitliche Langzeitfolgen von SED-Unrecht. Gießen: Psychozial-Verlag. 53-80. [PDF]
  • Bierstedt, A., Hunger, I., & Spitzer, C. (2024). »Ich wollte diesen scheiß Sport nicht machen.« Die Fallgeschichte einer ehemaligen DDR-Leistungssportlerin und eines heutigen DDR-Dopingopfers. Trauma & Gewalt, 18 (3), https://doi.org/10.21706/tg-18-3-000
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