Forschung
WaSaMe - Elektrochemisch-Oxidative Wasserreinigung an Gasdiffusionselektroden mit Sauerstoff aus Membranen

In "WaSaMe" entwickeln die sechs Verbundpartner ein effizientes Kombinationsverfahren für die elektrochemisch-oxidative Wasserreinigung und bewerten es systematisch hinsichtlich Skalierbarkeit, der Integration in Abwasseraufbereitungsanlagen, Praktikabilität und Nachaltigksietsaspekten. Dazu werden Katalysatoren und Elektroden für die Ozon- und Wasserstoffperoxid-Erzeugung im Abwasser entwickelt. Durch die lokale Erzeugung von Sauerstoff durch keramische Membranen wird die Wasserstoffperoxid-Erzeugung in Gasdiffusionselektroden optimiert. Alle drei Teiltechnologien werden in einem Labordemonstrator kombiniert und das Gesamtkonzept validiert.
Der Freistaat Thüringen fördert das Kooperationsprojekt mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und aus Landesmitteln unter der Vorhabens-Nr.: 2025 VFE 0062.
Thema des Teilvorhabens UKJ: Ökonomische und ökologische Bewertung der WaSaMe Technologie und analytische Bewertung zur Wirksamkeit der elektrochemisch-oxidativen Wasserreinigung.
Das Teilvorhaben des UKJ umfasst die Auswahl geeigneter Messstellen zur repräsentativen Beprobung kommunalen Schmutzwassers sowie die fachgerechte Probenaufbereitung. Ergänzend werden definierte Modellabwässer recherchiert, hergestellt und für Labor‑Flusszellen und den WaSaMe‑Demonstrator bereitgestellt. Die Wirksamkeit der eingesetzten Katalysatoren, Elektroden und des Gesamtverfahrens wird mithilfe verschiedener analytischer Methoden untersucht und systematisch ausgewertet. Parallel dazu erfolgt eine Bewertung auf Praktikabilität und Nachhaltigkeitsaspekte des WaSaMe‑Konzeptes im Vergleich zu alternativen Verfahren, aus der Empfehlungen für Skalierung und Anwendung abgeleitet werden. Abschließend werden sowohl der entwickelte Prozess als auch die Nachweismethoden hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit und ihres „grünen Charakters“ bewertet.



Abgeschlossene Projekte:
FastAlert
Untersuchungen über Rückstände ausgewählter Antibiotika und Noxen im Jenaer Abwasser
Projektlaufzeit: 01.01.2021 – 31.08.2025
Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) ist mit der Stabsstelle Umweltschutz und Nachhaltigkeit an dem Verbundprojekt „FastAlert: Früherkennung von Erregern und Resistenzen im Abwasser“ des InfectoGnostics Forschungscampus Jena beteiligt.
Ziel des Projektes ist eine prozessnahe Entnahme und umfassende Analyse des Jenaer Abwassers auf Antibiotikaresistenzen und Pathogene. Einsatz finden dabei die Nachweistechnologien ICP-MS, qPCR, Raman-Spektroskopie und hyperspektrale Bildgebung. Die Stabsstelle Umweltschutz und Nachhaltigkeit unterstützt das Vorhaben durch die Untersuchung der Abwasserzusammensetzung, mit dem Augenmerk auf Antibiotikarückstände und Abwasserparameter, sowie durch die Abwasserprobenlogistik.
FastAlert wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter der Förderkennziffer 13GW0460C.
ZeroLiKh
Monitoring und Untersuchungen über Rückstände ausgewählter Arzneimittel und Spurenstoffe im Abwasser der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Jena
Projektlaufzeit: 01.04.2023 – 31.03.2026
Die Stabsstelle Umweltschutz und Nachhaltigkeit beteiligt sich an dem Verbundprojekt "ZeroLiKh: Entwicklung eines verfahrenstechnischen und technologischen Gesamt-konzeptes zur Realisierung des Zero-Liquid-Discharge-Ansatzes für die Wasserwirtschaft einer Klinik am Beispiel des Universitätsklinikums Jena“ des Zukunftsclusters ThWIC - Thüringer Wasser-Innovationscluster.
Ziel des Projektes ist die Nutzung interner Kreisläufe und Schaffung abwasserfreier Bereiche am UKJ-Standort Psychiatrie zur Reduktion von Abwasserteilströmen und Ermöglichung der Wasserwiederverwendung.
Zu den Projektaufgaben am UKJ zählen die Untersuchung standortrelevanter Arzneimitteleinträge, Trinkwasserverbräuche und Abwasseraufkommen/-zusammensetzung sowie die Unterstützung abwasserspezifischer Analysen und Behandlungsverfahren der Projektpartner.
ZeroLiKh wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 03ZU1214AB.