DISTANCE:Pro –
DIgital SmarT Hub for AdvaNced Connected CarE:Professional
Förderzeitraum 01/2025 – 12/2027
Gefördert durch: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt [BMFTR] im Rahmen der Medizininformatik-Initiative des SMITH Konsortiums
Der Digitale FortschrittsHub DISTANCE:Pro knüpft direkt an das Vorgängerprojekt DISTANCE an, indem die dort aufgebauten Forschungsdatenstrukturen für die regionale Versorgung weiterentwickelt werden. Hauptziel ist der Aufbau eines sektorenübergreifenden, interoperablen digitalen Ökosystems entlang des gesamten Behandlungspfads (engl. Patient Journey) kritisch kranker Patient:innen.
Projektwebsite: https://www.smith.care/de/distance-pro/
Teilprojekt des Instituts für Allgemeinmedizin
Daten aus digitalen Praxisverwaltungssystemen (PVS) können den sektorübergreifenden Behandlungsverlauf der Patient:innen um wichtige Informationen aus Präklinik und Nachsorge ergänzen. Sepsis ist ein medizinischer Notfall, der eine rechtzeitige Diagnose und eine adäquate Notfallbehandlung erfordert. Schätzungsweise 80 % der Sepsisfälle werden ambulant erworben. Eine frühzeitige Sepsiserkennung im ambulanten Bereich ist daher entscheidend und ein frühzeitiger Sepsisverdacht in diesem Setting führt zu einem Überlebensvorteil für die betroffenen Patientinnen und Patienten. Der Versorgungsweg bei Sepsis im primärärztlichen System ist jedoch unzureichend verstanden.
Ziel des Teilprojekts am Institut für Allgemeinmedizin ist es, die präklinische Versorgung von Sepsispatient:innen anhand von ambulanten PVS-Daten als Teil des Behandlungspfads abzubilden. In dieser Pilotstudie wird gleichzeitig eruiert, inwiefern die perspektivische PVS-Datenextraktion und -nutzung für andere Forschungsfragen eingesetzt werden kann. Zusätzlich soll die Möglichkeit, die PVS-Daten mit Krankenhausbehandlungsdaten zu verknüpfen, geprüft werden. Notwendige Voraussetzungen sollen ermittelt und technische, (datenschutz-)rechtliche und logistische Hürden beschrieben werden.
Projektteam
- Dr. Bianka Ditscheid (Ansprechpartnerin)
- PD Dr. Antje Freytag
- Prof. Dr. med. Jutta Bleidorn
Kooperationspartner (am Universitätsklinikum Jena)
- PD Dr. Carolin Fleischmann-Struzek, Institut für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene (IIMK)
- Prof. Dr. André Scherag, Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Datenwissenschaften (Gesamtprojektleitung am UKJ)