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Startseite / Aktuelles / Material-Mikroben-Mikroumgebungen

09.05.2022

Die DFG bewilligt ein neues Graduiertenkolleg von Friedrich-Schiller-Universität und UKJ, das sich der Entwicklung antimikrobieller Biomaterialien widmet

Im neuen materialwissenschaftlichen Graduiertenkolleg der Universität Jena wird erforscht, wie durch maßgeschneiderte antimikrobielle Biomaterialien besser biomaterialassoziierte Infektionen vermieden werden können. (Foto: Jan-Peter Kasper/Universität Jena)

Jena (FSU) Am neuen materialwissenschaftlich-medizinischen Graduiertenkolleg (GRK) 2723 zu Mate­rial-Mikroben-Mikroumgebungen sind Forschende aus Physik, Chemie, Biologie, klinischer Medizin und Mikrobiologie der Universität Jena und des Universitätsklinikums (UKJ) beteiligt. Sie wol­len eine maßgeschneiderte Plattform antimikrobieller Biomaterialien entwickeln, um besser biomaterialassoziierte Infektionen zu vermeiden, wie sie z. B. bei Knochenimplan­taten auftreten können. Bisher werden solche biomate­rial­assoziierten Infektionen durch chirurgische Eingriffe in Verbindung mit einer Lang­zeitantibiotikatherapie behandelt. Um den Einsatz von Antibiotika und vor allem die Belastung für die betroffenen Patienten zu mindern, soll im GRK „Materials-Microbe-Microenvironment: Antimi­cro­bial biomaterials with tailored structures and properties” (M-M-M) eine Materialplattform, die auf unterschiedlichen nano­strukturierten Materialien basiert, entwickelt und in den klinischen Ein­satz überführt werden. Eine wichtige Rolle dabei spielen fortgeschrittene optische Methoden, die helfen, komplexe, multifaktorielle Wechselwirkungsmechanismen von Biomate­ria­lien, Zellen und Mikroben auf­zu­klären. Die entsprechende Ausstattung und das notwendige Know-how stehen in Jena zur Verfügung.

„Die für den Projekterfolg notwen­dige Forschung wird in sechs interdisziplinären Tandem-Projekten mit je zwei Promovieren­den behandelt, die sich in jedem Projekt mit kom­plementären material- und medizinwissen­schaft­lichen Aspekten befassen, betreut von einem Tandem aus Materialwis­sen­schaft und Medizin“, er­läutert der Materialexperte Prof. Dr. Klaus Jandt, der gemeinsam mit der Mikrobiologin Prof. Dr. Bettina Löffler Sprecher des neuen Kol­legs ist. Ein interdis­ziplinäres Qualifizierungsprogramm für die Promovierenden ist grund­le­gender Bestandteil des Kollegs. „M-M-M bildet eine gemeinsame Kommunikations­plattform von Materialwissenschaft und Medizin, die das Verständnis für die jeweils andere Disziplin fördert und so kreative Herangehensweisen und Lösungen ermöglicht“, beschreibt Prof. Löffler den Gewinn für Forschung und beteiligte Nachwuchskräfte.

Beteiligte Gruppen des UKJ:

  • Institut für Medizinische Mikrobiologie
  • Institut für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene
  • Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie: Experimentelle Unfallchirurgie 
  • Professur für Orthopädie

Kontakt:

Prof. Dr. Bettina Löffler
Institut für Medizinische Mikrobiologie, Universitätsklinikum Jena
 

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