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LOSS

Immunologische Langzeitfolgen bei Sepsis-Überlebenden


Allgemeines

Akronym: LOSS

Projektleiter: Dr. med. Katharina Ferrari-Kühne, M.Sc.

Forschungsfeld: E Langzeitfolgen

Projektnummer: E1.2

Projektlaufzeit: 01.04.2011 bis 31.03.2013

Modul: Rotationsstelle


Projektbeschreibung

Die Akutphase der Sepsis ist durch eine ausgeprägte Immunsuppression gekennzeichnet, welche nicht nur zu einer mangelnden Eradikation primärer Infektionen, sondern auch zu einer erhöhten Neigung zu sekundären, nosokomialen Infektionen, Reaktivierung viraler Infektionen, Multiorgan-Versagen und Tod führt. Neben Alternationen der Antigen-Präsentation scheint die Sepsis-induzierte Lymphozyten-Apoptose eine zentrale Rolle hierbei zu spielen.

Neben der hohen Mortalität der Aktuphase, bleiben Morbidität und Mortalität bei Sepsis-Überlebenden bis zu fünf Jahre nach dem initialen Ereignis im Vergleich zur Normalbevölkerung erhöht.

Bislang ist unklar, ob die massive Sepsis-induzierte Immunsuppression zu klinisch relevanten immunologischen Langzeitfolgen bei Sepsis-Überlebenden führt, wie z.B. der Reaktivierung chronischer Infektionen oder dem Verlust der Protektion vorausgegangener Impfungen und wie sich das lymphozytäre Kompartment nach der massiven Apoptose der Akutphase rekonstituiert.

Wir stellen die Hypothese auf, dass Sepsis zu einer inadäquaten Rekonstitution der Immunfunktionen mit Einschränkung der Effektor-Funktionen immunkompetenter Zellen über die Akutphase hinaus führt und diese gestörte Rekonstitution signifikant zur erhöhten Morbidität und Mortalität im Langzeitverlauf bei Sepsis-Überlebenden über verschiedene immunologische Mechanismen wie z. B. Verlust des immunologischen Gedächtnisses oder einem eingeschränktem Immunrepertoire beiträgt.

Das primäre Ziel der Studie stellt die Beantwortung der Frage dar, ob Sepsis zu einer eingeschränkten monozytären sowie lymphozytären Funktionalität ein, drei, sechs und zwölf Monate nach Überleben einer Sepsis führt.


Kontakt

Dr. med. Katharina Ferrari-Kühne, M.Sc.

Tel. +49 (0)3641 - 9 38 780

Universitätsklinikum Jena
Institut für Immunologie
Leutragraben 3
07743 Jena

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