Clinician Scientist-Programm 2019
Thema: "Resistenter Aspergillus fumigatus -eine neue Bedrohung?"
Zusammenfassung:
Aspergillus spp., primär Aspergillus fumigatus, zählen zu den häufigsten Erregern invasiver Pilzinfektionen bei immunkomprornittierten Patienten [1]. Sie manifestieren sich in immunsupprimierter Erkrankungssituation vornehmlich als invasive pulmonale Aspergillose (IA). Zu der Primärtherapie der IA zählen Triazol-Antimykotika, deren Wirkmechanismus auf der Hemmung von CYP51A beruht [2]. Innerhalb der vergangenen Jahre konnte ein globaler lnzidenzanstieg von Infektionen mit azolresistenten A. fumigatus-Stämmen beobachtet werden. Molekulargenetisch weist ein Großteil der resistenten lsolate Mutationen im Zielgen CYP51A auf. Eine erhöhte Sterblichkeit von IA mit resistenten Stämmen wird vermutet, wurde bisher jedoch nur in retrospektiven, schlecht kontrollierten Kohortenstudien untersucht [3-5]. In diesem Projekt soll durch die Charakterisierung (A) der klinischen Verläufe, (B) des Wachstums- und Sporulationsverhaltens und durch (C) die in-vitro Modellierung invasiver Infektionen von lsolaten mit unterschiedlichen zugrundeliegenden Mutationen im Lung-On-aChip Modell eruiert werden, ob (1) Infektionen mit resistenten A. fumigatus-Stämmen schwerwiegender verlaufen, (2) der klinische Verlauf resistenter A. fumigatus-Stämme dem schlechteren Therapieansprechen geschuldet ist und ob (3) die Biologie der A. fumigatus-Stämme und der dadurch ausgelösten Infektion von der zugrundeliegenden Mutation abhängig ist.
