Clinician Scientist-Programm 2025
Thema: "Vergleich der retinalen Gefäßanalyse mit der invasiven koronaren Funktionsanalyse mittels Vasoreagibilitätstestung bei Patienten mit chronischem Koronarsyndrom"
Zusammenfassung:
Kardiovaskuläre Erkrankungen treten als „Volkskrankheit“ vermehrt im fortgeschrittenen Lebensalter auf. Bei zunehmender Alterung unserer Bevölkerung ist ein weiterer Anstieg der Häufigkeit zu erwarten. Patienten mit Angina pectoris bei chronischem Koronarsyndrom
weisen in der Koronarangiografie oft unklare Befunde auf; insbesondere mittelgradige Stenosen ohne sichere hämodynamische und prognostische Relevanz. Häufig können trotz typischer Symptomatik keine Stenosen der großen Koronarien dargestellt werden. In diesen
Fällen ist seitens der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie eine invasive funktionelle Messung der Mikrozirkulation mit einem speziellen Druckdraht empfohlen. Diese invasiven Messungen gehen mit einem leicht erhöhten Risiko für Komplikationen einher. Eine Alternative hierzu könnte die retinale Gefäßanalyse sein. Sie ermöglicht einen nichtinvasiven Zugang für die Untersuchung der kleinen Gefäße auf das Vorliegen einer Mikrozirkulationsstörung am Auge. Die endotheliale Dys-/Funktion ist ein systemischer Prozess. Sie spielt bei der Entstehung der Koronaren Herzerkrankung eine entscheidende Rolle. Inwieweit die retinale Mikrozirkulationsmessung mit der koronaren Mikrozirkulationsmessung korreliert, ist nicht bekannt. Mit dieser Studie soll die retinale Gefäßanalyse als nichtinvasives Verfahren zur funktionellen Untersuchung der Mikrozirkulation mit dem Goldstandard der invasiven Druckdrahtmessung verglichen werden. Ziel ist, das invasive Verfahren der koronaren Messung durch ein nichtinvasives Verfahren möglicherweise zu ersetzen.