Dieser betraf einen am Institut befindlichen Schädel mit Schussverletzungen. Recherchen zur Herkunft des Schädels ergaben, dass der zugehörige männliche Leichnam 1949 von der Grenzpolizei Röhmhild übergeben worden war. Daher wurden intensive Nachforschungen angestellt, um die Todesumstände zu rekonstruieren und mögliche Angehörige ausfindig zu machen. Da die Aufarbeitung von SBZ- bzw. DDR-Unrecht generell noch in ihren Anfängen steckte, gelang beides zunächst nicht.
Bis zum Jahr 2015 konnten die Todesumstände geklärt werden: Der Mann war beim Versuch des illegalen Grenzübertritts von Ost- nach Westdeutschland entdeckt und von einem Volkspolizei-Anwärter durch Schüsse getötet worden. Allerdings konnten weiterhin keine Angehörigen ermittelt werden. Der Schädel des Mannes wurde daraufhin Ende 2015 auf dem Jenaer Nordfriedhof würdig bestattet.