Telemedizin in der ambulanten Versorgung Thüringens (TelMedTH)
Förderer: Strategie- und Innovationsfonds des Universitätsklinikums Jena
Hintergrund und Studienziel
Telemedizinische Leistungen werden in der ambulanten Versorgung bislang vorrangig im psychotherapeutischen Bereich eingesetzt. Die zunehmende Verbreitung telemedizinischer Verfahren lässt sich dabei nicht ausschließlich auf die COVID-19-Pandemie oder veränderte gesetzliche Bedinungen zurückführen, sondern weist auf eine allgemein gestiegene Akzeptanz sowohl beim medizinischen Fachpersonal als auch in der Bevölkerung hin. Trotz dieser Entwicklung ist bislang wenig darüber bekannt, welche Faktoren auf Ebene der Leistungserbringenden, der Praxisstrukturen oder der Patientinnen und Patienten die Nutzung telemedizinischer Angebote in der übrigen ambulanten Versorgung beeinflussen. Auch regionale Unterschiede in der Anwendung sowie die zeitlichen Auswirkungen der Pandemie, insbesondere im Raum Thüringen, sind bisher unzureichend erforscht.
Im Rahmen einer vom Strategie- und Innovationsfonds des Universitätsklinikums Jena geförderten Case Study am Zentrum für Versorgungsforschung wird daher die Nutzung von Telemedizin in der vertragsärztlichen und -psychotherapeutischen Versorgung im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringens umfassend untersucht. Der Fokus der Studie liegt auf:
- der Häufigkeit und Veränderung der Nutzung telemedizinischer Leistungen im Zeitraum von 2019 bis 2024,
- relevanten Einflussfaktoren auf Seiten der Leistungserbringenden, der Praxen, der Patientinnen und Patienten sowie der jeweiligen Region,
- der Entwicklung des Nutzungsverhaltens im zeitlichen Verlauf (z.B. im Kontext der COVID-19-Pandemie)
Neben psychotherapeutischen Leistungen wird insbesondere die hausärztliche Versorgung in die Analyse einbezogen.
Projektteam
- Prof. Dr. Verena Vogt
- Richard Schmidt
- Dr. med Berit Steinacker
- Linda Stowasser