Jena (UKJ). Etwa 300.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an einer Sepsis. Nach wie vor ist die Erkrankung, bei der durch eine fehlregulierte Immunantwort auf eine Infektion körpereigenes Gewebe und Organe geschädigt werden, die Hauptursache für das Versterben auf einer Intensivstation. Fast in Drittel verstirbt innerhalb des ersten Monats. Die Mehrheit der Überlebenden leidet unter körperlichen, kognitiven und psychischen Folgeerscheinungen, oft Jahre lang.
Die Erforschung der Sepsis für eine bessere Diagnose und Behandlung ist ein wissenschaftlicher Schwerpunkt des Universitätsklinikums Jena, deshalb beteiligt sich das Zentrum für Sepsis und Infektionsmedizin des UKJ an den Aktionen des Sepsis Awareness Monats September. Medizin, Wissenschaft und Betroffene machen in diesem Jahr unter dem Motto „Sepsis geht uns alle an“ auf die Erkrankung aufmerksam.
Die Erkrankung kann jeden treffen, nicht nur ältere Menschen. Erste Anzeichen werden oft nicht erkannt. Das Zentrum informiert am 11. September ab zehn Uhr in der Magistrale des Klinikums in Lobeda über die Sepsis und Präventionsmöglichkeiten. Als Selbsthilfeverein ist auch die Sepsis-Hilfe beteiligt und bietet im Anschluss Betroffenen und Angehörigen die Möglichkeit zum Austausch. Interessierte sind herzlich willkommen.
Terminhinweis:
„Sepsis geht uns alle an“
Freitag, 11. September 2026 ab 10:00 Uhr
Magistrale des Universitätsklinikums Jena, Am Klinikum 1, 07747 Jena
- 10:00 – 13:30 Uhr: Infoangebot von Zentrum für Sepsis und Infektionsmedizin CSCC und Sepsis-Hilfe e.V.
- 14:00 Uhr im Seminarraum 3: Selbsthilfetreffen des Sepsis-Hilfe e.V.
