Clinician Scientist-Programm 2026
Thema: "Identifikation molekularer Signaturen und pathophysiologischer Zusammenhänge im Spektrum von Depression und dem neuropsychiatrischen Post-COVID Syndrom"
Zusammenfassung:
Fatigue, kognitive Beeinträchtigungen und depressive Stimmung sind zentrale Symptome sowohl des neuropsychiatrischen Post-COVID Syndroms als auch depressiver Erkrankungen und gehen mit erheblichem psychischem Leid einher. Die hohen symptomatischen Überschneidungen weisen auf teilweise gemeinsame Pathomechanismen hin, deren molekulare Grundlagen bislang nur unzureichend charakterisiert sind und die Entwicklung wirksamer Therapien limitieren. Ziel des Projekts ist es, mithilfe eines innovativen multimodalen Ansatzes periphere „-omics-Analysen“ (konkret metabolomics und proteomics) bei gesunden Kontrollen sowie bei Patient*innen mit depressiven Erkrankungen und neuropsychiatrischem Post-COVID Syndrom durchzuführen. Dabei sollen gemeinsame und krankheitsspezifische molekulare Signaturen identifiziert und molekulare Biotypen definiert werden. Ergänzend werden Zusammenhänge zwischen Alterung, klinischer Symptomausprägung, hirnmorphologischen Veränderungen sowie metabolomischen und proteomischen Profilen untersucht. Im Sinne eines Reverse-Translation-Ansatzes (bedside-to-bench) sollen identifizierte Zielmoleküle anschließend in vitro und in vivo im Tiermodell untersucht werden, um kausale pathophysiologische Mechanismen von Veränderungen von Fatigue, Kognition und Affekt in o.g. Erkrankungen und somit potenzielle therapeutische Ansatzpunkte zu identifizieren.