Clinician Scientist-Programm 2024
Thema: "Der Einfluss hochfrequenter non-invasiver repetitiver transkranieller Magnetsimulation (rTMS) auf das Exekutivnetzwerk bei depressiver Störung mit komorbider Adipositas"
Zusammenfassung:
Depressionen und Adipositas sind hochprävalent in den westlichen Industrienationen und gehen mit einer hohen Krankheitslast einher. Hinzu kommt, dass diese Erkrankungen in einem bidirektionalen Zusammenhang stehen, sich also wechselseitig begünstigen. Depressiv Erkrankte mit komorbider Adipositas haben ein geringeres Ansprechen auf die Standardtherapie mit einem in der Folge ungünstigeren Krankheitsverlauf. In hirnfunktionellen Untersuchungen wurde bei beiden Erkrankungen eine Hypoaktivierung des linken dorsolateralen präfrontalen Kortex (lDLPFC) festgestellt, welches die Zielstruktur der repetitiven transkraniellen Hirnstimulation (rTMS) ist. Der lDLPFC ist ein wichtiger Knotenpunkt des Zentralen Exekutivnetzwerks, welches als kognitives Steuerungssystem wirkt und bei Depressionen eine geringere Aktivität aufweist. Klinisch gibt es Hinweise darauf, dass eine rTMS-Behandlung mit einer Depression einhergehende kognitive Störungen reduziert und zusätzlich auch das Verlangen nach hochkalorischer Nahrung (Food Craving) vermindert. Ziel der vorgestellten Studie ist, die neurobiologischen
Grundlagen der Modulation des lDLPFC durch eine rTMS-Behandlung und Wirkung auf die Funktion des Zentralen Exekutivnetzwerks bei Depressiven mit und ohne Adipositas zu untersuchen.