
Clinician Scientist-Programm 2025
Thema: "Etablierung einer PET/CT-basierten, optimierten Planungsmethode für die transarterielle Radioembolisation (TARE) unter Verwendung von Gallium-68-markierten Mikrosphären"
Zusammenfassung:
Die transarterielle Radioembolisation (TARE) ist eine lokoregionär-interventionelle Methode zur Behandlung von primären und sekundären Lebermalignomen mit radioaktiver Strahlung. Vor einer TARE muss als patientenindividuelle, also personalisierte Bestrahlungsplanung die so genannte „Evaluation“ erfolgen, mithilfe derer möglichst präzise die benötigte Aktivität und spätere Verteilung der therapeutischen Radiopharmazeutika vorhergesagt werden sollen (Dosimetrie). Diese erfolgt derzeit szintigraphisch mit Hilfe einer Gammakamera oder SPECT/CT-Gammakamera mit Tc-99m-markierten Albuminpräparaten. Es gibt Ungenauigkeiten, da sich Evaluations- und Therapiepräparate sowie deren Applikationsmethoden deutlich unterscheiden und zudem die Bildgebungseigenschaften und Quantifizierungsmöglichkeiten der Szintigraphie limitiert sind.
Das Ziel des Projektes ist es, Gallium-68-markierte und somit für die PET-Bildgebung geeignete, den therapeutischen Präparaten ähnelnde Mikrosphären radiochemisch gemäß GMP-Richtlinien zu etablieren und ein geeignetes Applikationssystem zu entwickeln. Durch die überlegene PET/CT-Bildgebung und die genauere Simulation vor Therapie sollen eine präzisere prätherapeutische Dosimetrie (Berechnung der Dosis im Zielvolumen) und ein potentiell besserer Therapieerfolg ermöglicht werden. Darüber hinaus sollen die Abläufe optimiert und die Voraussetzungen zur klinischen Verifizierung in Form einer Phase-I-Studie geschaffen werden.