Diagnose
Die Diagnose des Pankreaskarzinoms ist komplex und erfordert eine Kombination aus verschiedenen Verfahren:
- Multidetektor-CT (MDCT): Eine spezielle Computertomographie ist die Standardmethode zur ersten Diagnose und zur Beurteilung der Tumorausdehnung und der Operabilität.
- MRT (Magnetresonanztomographie) mit MRCP: Bietet eine detaillierte Darstellung des Tumors und der Pankreasgänge. Zusätzlich kann im MR die Leber bezgl. möglicher Metastasen untersucht werden. (Alternativ: FDG-PET/CT)
- Endosonographie (EUS): Eine Ultraschalluntersuchung von innen, die eine Darstellung der Bauchspeicheldrüse ermöglicht.
- Labordiagnostik: Tumormarker wie CA 19-9 können bei der Verlaufskontrolle helfen, sind aber allein nicht für eine sichere Diagnose geeignet.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Therapie hängt stark vom Stadium der Erkrankung ab.
Chirurgische Resektion:
Eine Operation ist die einzige kurative Behandlungsmöglichkeit. Sie kommt in Frage, wenn der Tumor auf die Bauchspeicheldrüse begrenzt ist und noch keine Fernmetastasen oder Infiltrationen in große Gefäße vorliegen (sogenanntes "resektables" oder "Borderline-resektables" Stadium). Die häufigste Operation ist die Pankreaskopfoperation, bei der der Pankreaskopf, ein Teil des Magens, des Zwölffingerdarms und des Gallengangs entfernt werden.
Chemotherapie:
Sie wird vor und/oder nach der Operation (neoadjuvant/adjuvant) eingesetzt, um das Risiko eines Wiederauftretens zu verringern. Bei einem nicht-operablen Tumor ist die Chemotherapie die wichtigste Säule der palliativen Behandlung, um das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen und die Lebensqualität zu verbessern.
Gezielte Therapien und Immuntherapie:
Diese modernen Therapien kommen bisher nur bei wenigen Patienten mit spezifischen molekularen Merkmalen des Tumors zum Einsatz.
Palliative Therapie:
Bei fortgeschrittenem Tumor zielen palliative Maßnahmen darauf ab, Symptome wie Schmerzen, Gelbsucht oder Übelkeit zu lindern, um die Lebensqualität zu erhalten. Dazu gehören Schmerztherapie und endoskopische Verfahren (z.B. die Einlage von Stents zur Sicherung des Gallen- oder Zwölffingerdarm-Abflusses).