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Anatomische Sammlung / Aktuelles | Archiv / Archiv 2021

Besondere Ereignisse im Jahr 2021

Der "Muskelmann" im Foyer wird restauriert. Anatomische Sammlung Jena, Inv.Nr. UeM 009. (Foto: Ulrike Lötzsch)

Die Ausstellung blieb wegen Umbauarbeiten und Neueinrichtung planmäßig das ganze Jahr 2021 geschlossen und es fanden keine Führungen statt. Gleich im Januar räumten wir mit Unterstützung mehrerer Mitarbeitender des Instituts alle Ausstellungsvitrinen aus, damit sie neu aufgestellt und teils auch umgebaut werden konnten.

Ende Februar begann die Montage moderner Vitrinenbeleuchtung mit Lichtleisten und flexiblen LED-Spots.

Ab April haben wir mit dem Gestalter André Nawrotzki an einem Logo für die Anatomische Sammlung, einem Ausstellungsflyer und Plakatvorlagen gearbeitet, die wir im Juni präsentieren konnten.

Im Mai begannen wir mit der längerfristigen Erfassung von Klimadaten im Sammlungsdepot.

Ende Juli sorgte der dekorierte Schädel eines jungen Mädchens aus unserer Sammlung für Schlagzeilen im "Miesbacher Merkur". Zusammen mit dem Heimatforscher Gerhard Wittich hatte Ulrike Lötzsch die Herkunft und Lebensgeschichte des 1814 verstorbenen Mädchens aus Oberbayern aufgedeckt.

Zwölf historische Filmrollen aus unserer Sammlung konnten im August im Medienzentrum der Universität digitalisiert werden. Da es sich um entzündliche Nitratfilme handelte, wurden sie anschließend aus Sicherheitsgründen fachgerecht vernichtet.

Bei ihren Hintergrundrecherchen zu möglichen Exponaten für die neue Ausstellung ist Ulrike Lötzsch auf Gebeine aus ehemals kolonisierten Ländern aufmerksam geworden. Wir haben daraufhin Ende August einen Projektantrag beim Deutschen Zentrum Kulturgutverluste (DZK) gestellt, um deren Geschichte zu erforschen.

In der zweiten Jahreshälfte hat die Tischlerfirma Hüttig aus Thalbürgel mehrere Einbauten für unsere neue Ausstellung realisiert: In vier Wandnischen wurden große Schübe zur Aufnahme unserer Nasspräparate eingebaut, es entstand ein kleines Lager für Veranstaltungsmöbel, für unser "Goethe-Schränkchen" und zwei Großmodelle wurden neue Präsentationspodeste hergestellt und auch der unansehnliche Unterschrank einer alten Vitrine erhielt eine neue Farbfassung.

Die Restauratorin Anke Few aus Weimar kümmerte sich im August um acht unserer Gipsobjekte und im November um zwölf Modelle aus Pappmaché. Die von ihr behutsam gereinigten, reparierten und retuschierten Stücke waren danach wieder ansehnlich und bereit für die neue Ausstellung.

Der Direktor des Instituts für Anatomie I und Kustos der Sammlung, Prof. Christoph Redies, trat im Oktober in den Ruhestand ein. Das Amt des Kustos für die Anatomische Sammlung nimmt er noch für weitere zwei Jahre ehrenamtlich wahr.

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